08. Oktober 2021

Am Mittwoch, den 29. September fanden sich GemeindevertreterInnen, wichtige Stakeholder der Region, das Land NÖ und die NÖ.Regional im Musium in Reinsberg zum ersten Regionsforum im Rahmen der Regionalen Leitplanung ein.

Die Regionale Leitplanung ist ein Abstimmungsprozess zu Fragen der Raumplanung, welche durch Land und Gemeinden gemeinsam erarbeitet werden. Er wird derzeit flächendeckend in Niederösterreich in insgesamt 20 Planungsregionen durchgeführt. Diese landesweite Ausrollung soll jedoch auf jede Planungsregion individuell angepasst werden.

Stellvertreter der Landeshauptfrau Pernkopf: „Die Raumplanung bildet die Basis aller Entwicklungen unserer Gemeinden und Regionen. Hier wird die Zukunft ganz konkret gestaltet. Wir wollen unsere Äcker und Wiesen schützen und gleichzeitig nachhaltige Impulse für eine gute Siedlungs- und Wirtschaftsentwicklung setzen.“

Im Zuge des Leitplanungsprozesses erarbeiten VertreterInnen der Gemeinden, der Region und des Landes Niederösterreich gemeinsam eine zukunftsfähige Strategie zur Siedlungs- und Standortentwicklung. Diese beinhalten Grundsätze, Ziele und Maßnahmen zur Raumentwicklung. Dabei werden auf aktuellen Studien und Daten basierend Fachvorschläge gemeinsam diskutiert und weiterentwickelt.

An vier Thementischen wurden die Schwerpunkte „Siedlungsentwicklung, Betriebsgebietsentwicklung, Daseinsvorsorge, sowie Landschafts-, Grün- und Freiraumentwicklung“ intensiv diskutiert und die Gemeinden konnten ihre Sichtweisen und gemeindespezifischen Charakteristika einbringen. Themen wie Flächenverbrauch, Baulandmobilisierung und interkommunale Betriebsgebiete wurden ausgiebig diskutiert. Weiters waren der Erhalt des Grünraums und der Schwerpunkt auf Pflege wichtige Themen. In weiterer Folge geht es nun im Prozess darum, diese Themen aufzugreifen und an konkreten Lösungsansätzen zu arbeiten.

Die Regionale Leitplanung ersetzt dabei nicht die Örtlichen Entwicklungskonzepte der Gemeinden, sondern bietet einen unterstützenden überörtlichen Rahmen für eine regional abgestimmte sowie zukunftsfitte Entwicklung. Am Ende entsteht so ein gut abgestimmtes raumplanerisches Regionsbild.

Die Leitplanung konzentriert sich dabei vorrangig auf die Abstimmung und Festlegung von relevanten Inhalten in der Raumordnung wie Siedlungsentwicklung, Daseinsvorsorge, Betriebsgebietsentwicklung sowie Grün- und Freiräume. Das entsprechende Projektergebnis wird in ein sogenanntes Regionales Raumordnungsprogramm übernommen.

Der knapp einjährigen Prozesse findet im Sommer 2022 seinen Abschluss.

„Kleinregionen“ sind Plattformen, die rasche Abstimmung und Informationsaustausch zwischen Gemeinden und Land ermöglichen und mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag in der Regionalentwicklung leisten. Die NÖ.Regional serviciert Kleinregionen und berät sie bei jeglichen kleinregionalen Aufgabenstellungen. Gemeinsam suchen wir nach regionalen, passgenauen Lösungen.