30. November 2021

LR Schleritzko: „Die Ansprüche an Mobilitätsangebote sind vielfältig wie das Leben.“ Nach zweijähriger Planungs- und Vorbereitungszeit startet am 1. Dezember das Regionale Anrufsammeltaxi (Regions-AST) im Bezirk Mödling. 17 von den 20 Gemeinden im Bezirk sind daran beteiligt.

Das bedeutet: Etwa 115.000 Einwohnerinnen und Einwohner können das ergänzende Angebot zum Öffentlichen Verkehr nutzen. Über 400 zusätzliche Haltepunkte wurden im Bezirk eingerichtet, welche gemeinsam mit den bestehenden rund 500 Öffi-Haltestellen ein dichtes Netz über den gesamten Bezirk spannen.

„Die Mobilität im Land und die Ansprüche an Mobilitätsangebote sind vielfältig wie das Leben. Neben Investitionen in Bus und Bahn braucht es daher auch kleinräumige Mobilitätslösungen mit mehr Flexibilität, z.B. am Wochenende und zu den Tagesrandzeiten. Speziell gilt das aber auch für die letzte Meile von Zuhause zur Haltestelle und wieder zurück. Im Miteinander zwischen Land und Gemeinden können wir solche Lösungen jetzt für die Region Mödling anbieten“, so Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko. Das Land NÖ beteiligt sich an der Finanzierung des Angebots über das Nahverkehrsfinanzierungsprogramm.

„Ich freue mich, dass es nach der langen Planungs- und Vorbereitungsphase gelungen ist, das Regions-AST auf die Straße zu bringen. Es handelt sich dabei um die größte Verbesserung des Angebots an Öffentlichem Verkehr, die es in der Region je gab. Ich danke allen Gemeinden, dem Land Niederösterreich und dem GVA Mödling für die professionelle Planung und Umsetzung dieses neuen Angebots. Wir haben somit die ‚letzte Meile‘ im Bezirk Mödling abgedeckt“, erklärt der Obmann des Regionalverbands Industrieviertel LAbg. Martin Schuster.

„Für den VOR ist ein Ineinandergreifen der verschiedenen Verkehrsangebote von Regionalbus, Bahn bis bedarfsgesteuerte Verkehre wie das Regions-AST Mödling im Sinne eines funktionierenden Gesamtsystems von besonderer Bedeutung“, betont derGeschäftsführer des VOR, Wolfgang Schroll.

Attraktive Betriebszeiten und Preise

Die Betriebszeiten sind Montag – Freitag von 05:00 - 02:00 Uhr des Folgetages und Samstag, Sonn- und Feiertag von 00:00 – 24:00 Uhr. Der Fahrpreis setzt sich aus dem der VOR-Tarif und einem Komfortzuschlag von € 2,- pro Fahrgast zusammen. Zeitkarten werden ebenfalls anerkannt.

Postbus ist Ausschreibungsgewinner

Die Österreichische Postbus AG ging als Gewinner der Ausschreibung hervor, die wiederum in Partnerschaft mit dem regionalen Taxiunternehmen Gasnarek aus Brunn am Gebirge für einen reibungslosen Betrieb sorgen wird. Im Fahrzeugpool befinden sich auch ein Elektro- und ein Hybridfahrzeug. Fahrten können über die Postbus Shuttle App (kostenlos erhältlich im App- bzw. Playstore) oder per Telefon über ein Callcenter (0800 80 80 66) gebucht werden. Folder mit allen wichtigen Informationen werden an alle Haushalte durch die Gemeinden versendet.

„Mit unserem Postbus Shuttle, setzen wir deshalb in der Mobilregion Mödling einen wesentlichen Schritt, Mobilität auf Abruf dort verfügbar zu machen, wo und wann sie gebraucht wird. Wir sind stolz darauf, verlässlicher Mobilitätspartner für das Vorzeige-Projekt im Süden Wiens zu sein. Mikro-ÖV Produkte, wie unser Postbus Shuttle, das bedarfsorientierten mit Öffentlichem Verkehr intelligent miteinander kombiniert, sind das Zukunftsmodell, besonders auch für suburbane Räume“, betont Alfred Loidl, Vorstand der Österreichischen Postbus AG.

Die Finanzierung erfolgt durch die teilnehmenden Gemeinden mit einer Förderung des Landes Niederösterreich. Organisatorisch und administrativ unterstützt wird die Mobilregion vom Mobilitätsmanagement Industrieviertel der NÖ Regional und Stadt-Umland-Management (SUM).

Das Regionale „Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Regionale Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at