02. September 2022

Die Parkplatzsuche vor dem Arbeitsplatz ist meist keine einfache. Mit durchdachten Lösungen ist es aber dennoch möglich und unkompliziert, (Schlecht-)Wetter unabhängig und klimafreundlich in die Arbeit zu kommen. Seit 2010 kann die FA. Welser Profile GmbH in Gresten mit dem Bus erreicht werden. „Schichtbusse“ nach Scheibbs, Waidhofen/Ybbs und Lunz/See fahren angepasst an die Schichtzeiten in die jeweilige Richtung.

„Für eine flächendeckende Mobilität - auch abseits der Ballungsräume - braucht es regionsspezifische und nachhaltige Lösungen, die alle Bedürfnisse der Bevölkerung abdecken“, unterstreicht Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Das Mobilitätsmanagement Mostviertel der NÖ.Regional holt mit den regionalen Medien die attraktivsten Busverbindungen vor den Vorhang und führte gemeinsam mit einem Angestellten bei der Fa. Welser Profile GmbH den Praxistest entlang der Linie 655 durch. Die Linie 655 fährt stündlich zwischen Scheibbs und Göstling/Ybbs und verkehrt zusätzlich zu den regulären Zeiten zum Schichtwechsel der FA. Welser Profile GmbH und ist mit der Erlauftalbahn in Scheibbs abgestimmt.

Gerhard Schmid, besagter Angestellter aus Langau (ursprünglich aus Lunz/See) und Unterstützer der öffentlichen Anbindung seit der ersten Stunde, erzählt von seinen Erfahrungen entlang der Strecke: „Das Pendeln in die Arbeit ist total praktisch, da die Zeiten gut an den Schichtbeginn bzw. an das Schichtende angepasst sind. Außerdem bin ich unabhängig vom Wetter und auch finanziell kommt es mit dem Bus um einiges günstiger, als mit dem Auto zu fahren. Vor allem mit dem Klimaticket und bei den derzeitigen Spritpreisen.“ 37 Minuten dauert die Fahrt mit dem „Schichtbus“ von Lunz/See nach Gresten. Mit dem Auto wären es 30 Minuten reine Fahrtzeit. Wird die Parkplatzsuche miteingeplant, ist die Fahrt mit dem Bus in etwa gleich lang wie mit dem Auto. Innerhalb der zwölf Jahre, die Schmid mit dem Bus regelmäßig zum Arbeitsplatz pendelt, gab es erst zwei Ausfälle um an den Arbeitsplatz zu gelangen. „Das war einmal dem Schnee geschuldet, weil der Busfahrer Schneeketten anlegen musste, und einmal hat der Busfahrer verschlafen“, erzählt Schmid. Durch das Engagement von Gerhard Schmid wurden in den letzten Jahren zwei weitere Haltestellen bei dem Metallverarbeitungsbetrieb errichtet und die Bussitze mit Hochlehnen ausgestattet. „Die Kopfstützen machen die Busfahrt nicht nur an sich bequemer, so kann auch die Zeit der Fahrt zum Ausruhen oder Schlafen genutzt werden. Das ist nach der Frühschicht schon sehr viel wert, da ich für den restlichen Tag schon ausgeruht bin“, so Schmid.

Auf der Fahrt in Richtung Gresten steigen nach und nach weitere KollegInnen ein, die allesamt sehr positiv über die Pendelstrecke berichten. Mit der überpünktlichen Ankunftszeit um 12:43 hat der Schichtbus 655 den Praxistest offiziell bestanden.

Das Regionale „Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Regionale Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at