23. November 2021

Um den Anteil der Alltagsfahrten, welche mit dem Rad zurückgelegt werden, in den nächsten Jahren bedeutend steigern zu können, braucht es gute und sichere Wegverbindungen in und auch zwischen den Gemeinden.

„In Niederösterreich setzen wir deshalb auf den Ausbau des Radwegnetzes und investieren 100 Millionen Euro. Ein erster Schritt wird mit den Radbasisnetzplanungen gesetzt. Dafür wurden in einer Experten-Analyse niederösterreichweit jene Gemeinden mit dem höchsten Radfahrpotential herausgefiltert und so genannten Potentialregionen zugeordnet. In diesen wird nun ein zusammenhängendes, gemeindeübergreifendes Radwegenetz geplant“, so Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

Auch im Raum Waidhofen/Thaya sind Radbasisnetze in den folgenden Gemeinden geplant: Schwarzenau, Windigsteig, Groß-Siegharts, Dietmanns, Stadt Waidhofen/Thaya, Waidhofen an der Thaya Land und in der Gemeinde Thaya.

Am 16.11.2021 trafen sich VertreterInnen der Gemeinden im Rathaus Waidhofen an der Thaya um gemeinsam mit den Planern vom Büro Schneider Consult und VertreterInnen der zuständigen Landesabteilungen sowie des Mobilitätsmanagements Waldviertel der NÖ.Regional den Planungsprozess zu starten.

Beim Radbasisnetz handelt es sich um Radverkehrsanlagen, die speziell dem Alltagsradverkehr dienlich sind. Wege, die in der Regel sehr kurz sind, wie etwa Einkaufswege, sollen verstärkt auf das Rad verlegt werden. Zusätzlich sollen kombinierte Wegeketten, wie etwa mit dem Fahrrad zum Bahnhof und dann weiter mit dem Zug, forciert werden. Ziel der Förderung ist die Verbesserung der Erreichbarkeit von Arbeitsstätten, Freizeiteinrichtungen, intermodalen Verkehrsknotenpunkten, Betriebsgebieten und Ausbildungsstätten für Radfahrende.

DI Richard Pouzar, Abteilung Raumordnung und Gesamtverkehrsangelegenheiten (RU7), stellte in einem Vortrag die Entwicklung der Radfahrdistanzen sowie das Potential, den Anteil an Alltagsradfahrenden zu heben, dar. DI Mario Dornhackl, Abteilung für Landesstraßenplanung, Fachbereich Radwege (ST3), sprach über die neue Förderrichtlinie und ging ausführlich auf Fragen ein. Abschließend präsentierte das Zivilingenieurbüro Schneider Consult, vertreten durch DI Martin Becker, den Planungsablauf. Begleitet wird der Prozess vom Mobilitätsmanagement Waldviertel.

Die Kick-off Veranstaltung zeigte, dass der Radverkehr an Relevanz gewinnt und seine Förderung von allen Seiten ernst genommen wird.

Das Regionale „Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Regionale Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at