16. Februar 2022

Im Jahr 2021 stand die Aktive Mobilität, das heißt Radfahren und Zufußgehen, im Vordergrund. Es gab zahlreiche Projekte, wie den SchulGehBus, RADLreparaturtage, Radservicestationen, Beratungen zu Radförderungen, Radbasisnetze und Schnuppertickets.

Im Bereich Schulwegsicherheit wurde der SchulGehBus, zu den Volksschulen in Stockerau, trotz Corona wieder, wie auch im Jahr 2019, durchgeführt. Ein SchulGehBus ist eine Gruppe von Kindern die entlang einer bestimmten Wegstrecke zu bestimmten Uhrzeiten, zu Beginn begleitet von einer Aufsichtsperson, gemeinsam zur Schule geht. Mit einem Folder und bei einer Auftaktveranstaltung, wurden Eltern und Kinder informiert und die Routen festgelegt. Derzeit gibt es zwei Routen: im Südosten „Neubau“ und im Nordosten die Wiesenerstraße.

In der Mobilitätswoche von 16.- 23. September 2021 fanden in den Gemeinden Bisamberg, Großrußbach Korneuburg, Leobendorf und Stockerau RADLreparaturtage, gemeinsam mit der LEADER-Region, statt. Teilweise am Bahnhof, teilweise in Kombination mit Veranstaltungen an Orten, wie Dorfplatz oder Kellergasse, konnten die GemeindebürgerInnen ihr Fahrrad nach Anmeldung kostenlos durchchecken lassen. Dabei wurden auch kleine Reparaturen, wie Bremsen oder Gangschaltung nachstellen vom lokalen Fahrradmechaniker, oder dem ÖAMTC durchgeführt. Die Kosten übernahm das Mobilitätsmanagement Weinviertel der NÖ.Regional.

Im Dezember konnte die Radservicestation, eine Kooperation von Land NÖ und ÖAMTC, beim Bahnhof Stockerau aufgestellt werden. Es ist nun möglich hier kleine "do-it-yourself"-Reparaturen durchzuführen. Eine Aufhängevorrichtung mit Luftpumpe und Werkzeug, wie Inbus- und Schraubenschlüssel bzw. Reifenheber, steht zu Verfügung.

Zahlreiche Radwegprojekte konnten, mit Unterstützung des Mobilitätsmanagements Weinviertel, bei den neuen Radwegeförderschienen des Landes eingereicht werden. Für die Stadt Korneuburg startete Anfang Juli auch die Planung des Radbasisnetzes Korneuburg. Zu der Planungsregion gehören auch die Gemeinden Bisamberg, Enzersfeld, Gerasdorf, Hagenbrunn,  Leobendorf und Stetten. Diese Planungen werden vom Zivilingenieurbüro Werner, im Auftrag des Landes NÖ für die Gemeinden, kostenlost durchgeführt. Das Radbasisnetz Stockerau, es umfasst auch die Gemeinden Leitzersdorf und Spillern, wird Mitte Februar 2022 mit einer Kick-off-Veranstaltung starten. Detailplanung und Umsetzung der Radprojekte sind in der Folge vom Land bis zu 60-70% förderbar.

Aber auch die Forschung am Sektor Radfahren und zu Fuß gehen kommt nicht zu kurz. Das Kooperationsprojekt „NTN- Von der Nische zur Norm“, mit der Universität für Bodenkultur (BOKU), erforscht am Beispiel der Städte Korneuburg, Stockerau und Fischamend, welche Maßnahmen es zum Umstieg auf das Fahrrad und fürs Zufußgehen bedarf. Dafür wurden im Projekt Mobilitätstypen mittels Interviews definiert. Im nächsten Schritt hat die gesamte Bevölkerung die Möglichkeit sich im Rahmen einer Fragebogenaktion zu beteiligen.

Die Gemeinden Großrußbach und Langenzersdorf kauften ÖV-Schnuppertickets. Das sind übertragbare Jahresstreckenkarten für BürgerInnen, zum kostenlosen Ausleihen.  Die Gemeinde lädt damit ihre Bevölkerung ein das Auto einmal stehen zu lassen und das Bus- und Bahnangebot in der Region für Ausflugsfahrten, Kulturfahrten, Amtsfahrten oder Einkaufsfahrten auszuprobieren. Das Projekt wird vom Mobilitätsmanagment Weinviertel und durch klimaaktiv mobil gefördert.

Das Regionale „Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Regionale Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at