Pedibus - Gemeinsam zur Schule gehen

Was ist ein Pedibus?

Ein Pedibus - übersetzt ein "Bus auf Füßen" - ist eine Gruppe von Kindern, die auf einer bestimmten Wegstrecke, zu bestimmten Uhrzeiten von "Bus"Station zu "Bus"Station gemeinsam zur Volksschule gehen, begleitet von einer Aufsichtsperson.

 

  • Die Strecke wird dabei als Buslinie dargestellt. An ausgeschilderten Haltestellen können sich die jungen Fahrgäste der Pedibus-Gruppe anschließen.
  • In ihrer Rolle als „Bus-ChauffeurInnen“ machen ehrenamtliche Schulweg-PolizistInnen die Kinder auf neuralgische Punkte entlang der Wegstrecke aufmerksam und trainieren verkehrssicheres Verhalten.
  • Nach etwa 4-8 Wochen sind die SchülerInnen in der Lage, ihren Schulweg selbstständig zurückzulegen. Meist bleiben die Route und die Gruppen dabei bestehen. Damit ein Pedibus funktioniert braucht es eine enge Kooperation der Schule, des Elternvereins und von Freiwilligen, die die Kinder begleiten sowie eine unterstützende Gemeinde.
  • Routen und Haltestellen sowie Fahrplan werden gemeinsam mit den Eltern und PädagogInnen entwickelt.
  • Die „Bus-ChauffeurInnen“ werden durch die Polizei eingeschult und anschließend auf Antrag zur Schulwegpolizei ernannt.

Mehrwert des Pedibus-Projektes für die Gemeinde, Kinder und Eltern

Der Pedibus ist eine Möglichkeit das Zu-Fuß-Gehen der Kinder zu fördern, wodurch ein Beitrag zur Gesundheit und Selbstständigkeit unserer Kleinen geleistet wird und zusätzlich lernen sie dabei wie man sich in Gefahrensituationen verhält. Durch Pedibusse soll die Verkehrssicherheit erhöht und der steigende Hol- und Bringverkehr zu den Schulen verringert werden! Darüber hinaus ist er eine kostengünstige Möglichkeit aktive, sichere Mobilität von Kindern zu fördern: Materialkosten für Halstestellenschilder (laminierte Kopien), Kopierkosten für Fahrpläne und eventuell Ausweise. Die ehrenamtlichen Pedibus-BegleiterInnen freuen sich auch über ein kleines „Dankeschön“ seitens der Gemeinde.

Hier finden Sie Unterlagen und Tipps zur Umsetzung eines Pedibusses. Einige der Unterlagen werden mit freundlicher Genehmigung und Unterstützung durch das Klimabündnis Niederösterreich zur Verfügung gestellt:

Weiterführende Informationen und Angebote zum Thema Schulwegmobilität

Informationen und Versicherung zum Thema Schulwegsicherung

Meist sind die BegleiterInnen Eltern, aber auch PädagogInnen, SeniorInnen oder Gemeinde/BezirksvertreterInnen sind bereits als PedibuschauffeurInnen unterwegs. Die Versicherung erfolgt nach dem Vorbild der Schulwegpolizei.

Kostenlose Verkehrsberatung für das Schulumfeld

Im Vorfeld der Umsetzung eines Pedibusses empfiehlt sich die eine kostenlose Verkehrsberatung durch das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH für das Schulumfeld und/oder die Pedibus-Routen zu beantragen. Hier finden Sie Informationen zur kostenlosen Verkehrsberatung und deren Beantragung.

Interesse an der Umsetzung eines Pedibusses? Erfahrungen damit?

Vielleicht gibt es in Ihrer Gemeinde bereits einen Pedibus? Lassen Sie uns bitte Ihre Erfahrungen wissen! Gemeinden, in denen es noch keinen Pedibus gibt und die überlegen, gemeinsam mit Schulen und Eltern einen ins Leben zu rufen, können von Ihren Erfahrungen profitieren.

Einige Gemeinden, die Interesse haben gemeinsam mit Schulen und Eltern einen Pedibus ab September/Oktober 2017 (Vorbereitungen ab Mai/Juni 2017 nötig) umzusetzen, kann das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH beratend unterstützen, sofern die Gemeinde Mobilitätsgemeinde ist. Hier finden Sie Informationen zum Beitritt zum kostenlosen Mobilitätsmanagement

Bitte melden Sie sich bei Ihren jeweilig zuständigen MobilitätsmanagerInnen.

Kofinanzierung des Mobilitätsmanagements

Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert
Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at