Am 8. und 9. September fand im Rahmen des Projekts Clean Mobility (Kooperationsprogramm Interreg V-A Slowakei-Österreich) ein Study Trip nach Graz statt, bei dem die Projektpartner aus der Slowakei, Burgenland sowie Niederösterreich Best-Practice-Beispiele aus dem Themenbereich nachhaltiger Mobilität in der steirischen Hauptstadt und dem Umland besichtigten.

VertreterInnen der NÖ.Regional, der Mobilitätszentrale Burgenland, des Verkehrsbundes Bratislava, der Stadt Bratislava und des Verkehrsbundes Ost-Region unternahmen gemeinsam eine zweitägige Exkursion nach Graz um sich Input für die Aktivitäten des Interreg-Projekts Clean Mobility im Bereich der klimafreundlichen Mobilität zu holen. Nach der öffentlichen Anreise stiegen die TeilnehmerInnen am Hauptbahnhof im Sinne der Multimodalität auf E-Bikes um und bekamen von DI Helmut Spinka von der Grazer Verkehrsabteilung eine Stadtrundfahrt, bei dem neuralgische Punkte des Radverkehrsnetzes sowie Good-Practice-Beispiele der städtischen Radinfrastruktur besichtigt wurden. Die gemeinsame Radfahrt führte unter anderem zum Stadtentwicklungsgebiet Reininghaus, der Smart City Graz und zum neuen ServiceCenter des Verkehrsverbunds Steiermark. Den Abschluss der Rundfahrt bildete ein Besuch des Büros der Verkehrsabteilung des Landes Steiermark, bei dem der steirische Radfahrbeauftragte Mag. Bernhard Krause einen Überblick zu den Radverkehrsplanungen in den Bezirken vorbereitete und Möglichkeiten und Hemmnisse des Radverkehrs in ländlichen Regionen aufzeigte.

Der zweite Tag des Study Trips begann mit der öffentlichen Anreise zum tim-Standort Schillerplatz, wo Frau Mag. Anna Reichenberger, Msc vom Regionalmanagement Steirischer Zentralraum und Frau Christina Hofer von der Holding Graz das Konzept der Mobilitätsstationen namens „tim“ („täglich.intelligent.mobil“) vorstellten. Da sich diese multimodalen Knotenpunkte auch außerhalb der Stadt Graz befinden („regio.tim“) führte der Weg der ExkursionsteilnehmerInnen zum vom Interreg Central Europe Projekt "Peripheral Access" geförderten regio.tim-Standort in Hart bei Graz, bei dem die Anforderungen an Mobilitätsstandorten im Stadt-Umland-Bereich erörtert wurden. Da mit „LISA“ den tim-Stationen thematisch sehr ähnlich angesiedelte Projekte auch in Niederösterreich durchgeführt werden, war der Austausch für beide Seiten besonders lehrreich. Der letzte Programmpunkt am Grazer Ostbahnhof wurde ebenfalls mit öffentlichen Verkehrsmittel erreicht und es handelte es sich um einen Vortrag von Martina Dunst, BSc und David Hinteregger, MSc zum GUST-mobil, einem großflächigen Anrufsammeltaxisystem in den Grazer Umlandgemeinden. Zusätzlich bekamen die Exkursionsteilnehmer einen Einblick in den Arbeitsalltag der Firma IST-Mobil und deren Dispositionszentrale für Mikro-ÖV-Systeme im gesamten Bundesgebiet.

Nach den beiden Exkursionstagen konnten die VertreterInnen der Clean Mobility-Projektpartner unisono bilanzieren, dass ein Blick über den Tellerrand bzw. in andere Regionen Österreichs ein geeigneter Weg ist um Ideen und neue Inputs für die Transformation der Verkehrssysteme hin zu einem nachhaltigen Mobilitätsangebot für alle Bevölkerungsschichten zu erlangen. Ein weiterer Austausch zwischen den VertreterInnen des Projekts Clean Mobility und den Verantwortlichen der unterschiedlichen besuchten Institutionen wird deshalb angestrebt.