18. November 2019

Schon jetzt ist Niederösterreich Vize-Staatsmeister wenn es um die Öffi-Nutzung geht. „Wir wollen dieses Ergebnis aber weiter verbessern und die Mobilitätswende in Niederösterreich weiter vorantreiben“, bekräftigte heute NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko gemeinsam mit VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll bei der Vorstellung der neuen Fahrplanangebote, die mit 15. Dezember umgesetzt werden sollen. „Es geht uns dabei darum mit attraktiven Verbindungen zu überzeugen, statt mit Strafen das Stehenlassen von PKWs zu erzwingen“, so der Landesrat.

Gemeinsam mit seinen Partnern wird Niederösterreich deshalb das Angebot auf rund 33 Millionen Kilometer pro Jahr erhöhen. „Wir können damit an Werktagen eine halbe Million Sitzplätze in Niederösterreich anbieten.     Das sind rund 10 Prozent mehr Sitzplätze als noch im vergangenen Jahr. Insgesamt sprechen wir von einer Kapazität, die etwa 10 Mal der Platzanzahl des Happel-Stadions entspricht“, erläutert Schleritzko.

„Die zusätzlichen Angebote, welche mit 15. Dezember umgesetzt werden sollen, werden für unsere Fahrgäste konkrete Vorteile bringen: Wir bieten auf fast allen Strecken im Land zumindest einen Stundentakt und das täglich, darüber hinaus bieten wir Spätverbindungen auf allen Regionalstrecken in NÖ rund um 23 Uhr, auf den Hauptstrecken überall Verkehr bis mindestens Mitternacht und auf der Weststrecke und der Südbahn sogar bis ca. 1 Uhr“, fasst der Landesrat die wichtigsten Punkte des neuen Fahrplans zusammen.

„Derzeit werden die entsprechenden Verträge zwischen Bund und ÖBB finalisiert, die den Takt für 2020 und die nächsten 10 Jahre vorgeben sollen. Details dazu können voraussichtlich Mitte Dezember kommuniziert werden“, verweist VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll auf die Voraussetzungen für dieses Angebot.

Für ihn und die Verkehrsplaner im Verkehrsverbund sei vor allem die Verlässlichkeit und Merkbarkeit durch die Ausweitung der Taktsysteme ein großer Vorteil. „Wir achten aber auch auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit durch Netzeffekte. Das Zusatzangebot ist mit dem bestehenden Angebot und auch mit Regionalbussen verknüpft, sodass für die Fahrgäste aus jedem Steuer- und Fahrscheinverkaufseuro mehr herausgeholt werden kann“, so Schroll.

Weinviertel

  • Auf der Nordbahn zw. Gänserndorf – Wien künftig täglich (=MO-SO) und ganztags bis 23:20 ein Stundentakt. Alle Regionalzüge bis Břeclav, was bessere Anbindungen an den Fernverkehr Richtung Brünn, Prag & Ostrava ermöglicht
  • Auf der Nordwestbahn wird es künftig auch am Wochenende einen Stundentakt bis Retz, und Retz – Znaim im Zweistundentakt geben
  • Auf der Marchegger Ostbahn kommt es zu einem durchgehenden REX-Stundentakt bis Marchegg und vor allem fährt der letzte Zug nach Marchegg 2 Stunden später (neu 0:16 ab Wien, 2019: 22:16 ab Wien)

Waldviertel

  • Am FJB-Streckenast Gmünd kommt eine neue Spätverbindung hinzu mit einer neuen letzten Verbindung ab Wien nach Sigmundsherberg tägl. 22:28 Uhr (also täglich um rund 2 Stunden später als bisher)
    • Zusätzliche schnelle Wochenendzüge Gmünd – Wien sind Angebote sowohl für StudentInnen, BerufspendlerInnen als auch für den Tourismus (Details: SaSo Abfahrt in Gmünd ca. 18:02, Abfahrt Wien SaSo 07:32 Richtung Gmünd, Anschlüsse zur Waldviertelbahn)
    • Alle Takt-Züge mit Anschluss in Horn
  • Am FJB-Streckenast Krems kommen neue Spätverbindungen hinzu mit einer neuen letzten Verbindung ab Wien - Krems um 0:05 statt 23:05 und von Krems - Wien um 22:51 statt 21:51 (Mo-Sa), dadurch ist auch Tulln besser erreichbar
    • Wir können den Forderungen aus der Region nach einem zusätzlichen Freitagszug am frühen Nachmittag nachkommen (Abfahrt 13:33 ab Wien Franz Josefs Bahnhof an Freitagen (für Wochenpendler und jene, die am Freitag früher die Arbeit beenden).
    • Es werden zudem in der stark nachgefragten Zeit zusätzliche Kapazitäten angeboten (Detail: Neue Verbindung 8:29 ab Krems Mo-Fr und ab Wien um 14:33 Uhr)

Mostviertel

Auf den einzelnen Regionalbahnen werden die Betriebszeiten ausgeweitet und wird damit den Menschen die Möglichkeit geben (noch) früher zur Arbeit zu fahren und später nach Hause zu kommen.

  • Traisentalbahn um 2 Stunden spätere Verbindungen nach Hainfeld und 1 Stunde spätere Verbindung nach Lilienfeld/Schrambach und an SoF um 2 Stunden frühere Morgenverbindungen nach St. Pölten.
  • Die Erlauftalbahn wird sogar um 3 Stunden später zum letzten Mal ab Pöchlarn nach Scheibbs abfahren (23:35 statt 20:37). Auch in der Früh gibt es hier eine Ausweitung: Künftig können Fahrgäste bereits ab 03:43 von Scheibbs nach Pöchlarn fahren. In Pöchlarn bestehen kurze Anschlüsse nach Wien, St. Pölten und Amstetten.
  • Auf der Rudolfsbahn kann wieder der Knoten Amstetten in beide Richtungen (Linz und St. Pölten) eingerichtet werden. Auch der Halt in Sonntagberg kann wieder angeboten werden. Hier wird ein täglicher Stundentakt von 6 bis 21 Uhr von Amstetten nach Waidhofen/Y. umgesetzt.

NÖ-Mitte

  • Die Verbindung Wien Westbahnhof über Tullnerfeld und St. Pölten bis nach Amstetten wird weiter verstärkt: Hier gibt es künftig einen 1/2h-Takt auch am Nachmittag. Auch hier kann gibt es neue Spätzüge, die werktags in beide Richtungen je eine Stunde später fahren (letzte Abfahrt Wien Westbahnhof 00:20 mit Halt insbesondere am BHF Tullnerfeld)
  • Neu ist nachmittags ein Halbstundentakt von St. Pölten – Amstetten über Loosdorf, Melk, Pöchlarn oder Ybbs sowie auch ein Stundentakt von St. Pölten über Ybbs nach Pöchlarn insb. am Wochenende (heute nur 2-stündig mit 6-stündiger Lücke am Vormittag)

Industrieviertel

  • Die Fahrgäste werden von einem Halbstunden-Takt der schnellen Verbindungen auf der Südbahn ohne Zwischenhalte zwischen Wien und Wr. Neustadt profitieren (durch Abwechselndes RJ- und REX-Angebot). Auch hier werden neue Früh- und Spätverbindungen eingerichtet und dadurch etwa der Halbstundentakt zwischen Wien und Wiener Neustadt um eine Stunde ausgeweitet.
  • Die Pottendorfer Linie geht bis Münchendorf zweigleisig in Betrieb und wird bis Ebenfurth einen stündlichen REX mit Halt in Ebreichsdorf bis
    22 Uhr sowie ein tägl. Stundentakt der S60 von Wien bis Wr. Neustadt verbessert.
  • Auch auf den wichtigen RegionalbahnenTriestingtalbahn, Puchbergerbahn und Guttensteiner Bahn können wir den Fahrgästen jeweils rund eine Stunde spätere Tagesrandanbindungen anbieten – also spätere Rückreisen etwa von Wien, Wr. Neustadt oder auch Leobersdorf.
    • Der ½-Takt wird auf der Gutensteinerbahn sowie der Triestingtalbahn ausgeweitet.
    • Nach Puchberg am Schneeberg gibt es einen neuen Zug in der Nacht vor Samstag um 0:44 ab Wr. Neustadt (verkehrt neu vor Samstag, Sonntag & Feiertag – bisher nur vor Sonntag & Feiertag)
  • Direktzüge an Wochenende ab Wien Hauptbahnhof nach Aspang, Semmering und ins Schneebergland verkehren umsteigefrei für Ausflügler und Wanderer. Damit soll die Erreichbarkeit des Schneeberglandes mit Zielen Puchberg und Gutenstein, für die die Wander- und Skiregion Semmering/Rax sowie für Aspang verbessert werden.

Bei den Mobilitätsabenden des Mobilitätsmanagements der NÖ.Regional.GmbH erfahren die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die Mobilitätsbeauftragen Details zu den Fahrplanverbesserungen in der jeweiligen Hauptregion. Bitt nutzen auch Sie die Gelegenheit, nehmen Sie an den Mobilitätsabendenn teil und informieren Sie sich!

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at