11. Jänner 2017

Am 11. Jänner erkundete eine Gruppe DürnsteinerInnen ihre Altstadt in der Rolle von Gästen, geleitet von zwei Dürnstein-Guides. Dieser Wechsel des Blickwinkels war der Auftakt zu einer weiteren Arbeitssitzung der Zentrumsentwickler, die sich mit dem Thema "Guidelines für Guides" beschäftigt. Die Wahrung der Privatspähre der DürnsteinerInnen stand dabei im Focus.

Durch den steigenden Massentourismus kam es in Dürnstein zu zunehmenden Konflikten mit den BewohnerInnen der Altstadt. Verhaltensregeln sollen nun für einen gegenseitigen respektvollen Umgang und zum Schutz der Privatsphäre aufgestellt werden. In diesem Sinne startete die Arbeitsgruppe Zentrumsentwicklung mit dem dringlichen Thema der gemeinsamen Erarbeitung eines „Guide for Guides“ in ihre erste Sitzung im neuen Jahr.

Bei tiefen Minusgraden und einer verschneiten Kulisse ging es davor für die Arbeitsgruppen-Mitglieder jedoch selbst durch Dürnstein, geleitet von den beiden vor Ort praktizierenden Guides Ulrike Hohenwarter und Christine Wölfl. Was wird den Gästen über Dürnstein berichtet? Die beiden Fremdenführerinnen berichteten, dass im Internet in erster Linie Informationen über das Kloster zu finden sind und sie selbst ihr Wissen über Dürnstein durch Ausbildungen und persönliches Interesse erlangt haben. 

Legendär sind die Führungen des alten Herrn Leopold Böhmer, der einst Schuster in 3. Generation in Dürnstein war und auch als Guide fungierte. Seine authentischen, persönlichen Geschichten zur Altstadt sollen nun niedergeschrieben werden. Eine Neuheit für alle teilnehmenden DürnsteinerInnen war, dass das Gebäude über der Gedächtsniskirche auf dem Weg zur Ruine die erste Schule von Dürnstein beherbergte. 

Eine sehr wichtige Erkenntnis der Begehung für die Gruppe der Zentrumsentwicklung war, dass sich die DürnsteinerInnen als TeilnehmerInnen der Führung genauso fortbewegen, wie die Touristen - denen man das jedoch ankreidet: nämlich ohne Rücksicht auf den motorisierten Verkehr, und gegebebenfalls auch mitten auf der Straße stehen bleibend. Es ist also immer eine Frage der Perspektive...