20. Dezember 2021

Zwettl. Die Stadtgemeinde Zwettl hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema Alltagsradverkehr verstärkt in zukünftige Mobilitätsfragen mit ein zu beziehen. Gerade viele kürzere Wege, die im Alltag erforderlich sind, können ebenso gut mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Im Rahmen von 3 Workshops, organisiert mit der NÖ.Regional, wurden nun Grundlagen für ein Maßnahmenkonzept erarbeitet.

Speziell in einer derart großen Gemeinde wie Zwettl erfordert die Verbesserung der Möglichkeiten für Radfahrerinnen und Radfahrer ein systematisches und schrittweises Vorgehen. Seit einigen Monaten widmet sich daher eine Gruppe von Verantwortlichen und VielradlerInnen diesem Thema.

Bereits vor dem Sommer wurde in allen Pfarrorten eine Aufzeichnung der wichtigsten Radverbindungen Richtung Zwettl erstellt. Dies übernahmen Ortsvorsteher, Gemeinderäte sowie begeisterte Radfahrerinnen und Radfahrer, da diese die geeigneten Wege am besten kennen. Auch im Stadtgebiet von Zwettl ist Radfahren ein wichtiges Thema mit viel Potential aber auch vielen Herausforderungen. Dies wurde im Zuge der Stadterneuerung deutlich. Hier geht es v.a. um Sicherheitsfragen, möglichst kurze Streckenlängen und allfällige Investitionen in Infrastrukturen.

Im August fand sich daher wieder eine Gruppe von Radbegeisterten zusammen, die das Radeln innerhalb der Stadt diskutierte. Dabei wurden die wichtigsten Ziele und Verbindungen innerhalb des Stadtgebietes erhoben. Des Weiteren wurde besprochen, wo es Problemstellen, fehlende Verbindungsstücke oder zusätzlichen Infrastrukturbedarf gibt. Mittlerweile wurden sowohl die Karten aus den Pfarrorten, als auch jene des Stadtgebietes digitalisiert, um eine bessere Plangrundlage zu haben.

Im November fand ein neuerlicher Radworkshop statt. Dabei wurden alle bisherigen Planungsgrundlagen präsentiert – diese dienen als Basis für die Erstellung eines Maßnahmenkonzeptes durch ein Planungsbüro. Am Ende dieses Schrittes soll ein fertiger Maßnahmenplan mit erforderlichen Infrastrukturprojekten und auch bewusstseinsbildenden Maßnahmen vorliegen. Über das Gemeindegebiet von Zwettl hinaus soll es im Zuge der kleinregionalen Zusammenarbeit mit Schweiggers (Kleinregion Zukunftsregion Waldviertel Mitte) auch gelingen, die Radverbindung zur Nachbargemeinde zu verbessern.

Begleitet wird die Stadtgemeinde Zwettl bei diesem Projekt durch das Mobilitätsmanagement Waldviertel und die Regionalberatung der NÖ.Regional.

Das Regionale „Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Regionale Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at