20. Dezember 2016

Die Vernetzung der NÖ.Regional mit den verschiedenen Bereichen des Wirtschaftsressorts bedeutet verstärkte Synergieeffekte zwischen der Wirtschaft und der Regionalentwicklung, die von jeher in starker Wechselwirkung zueinander stehen. Regionen mit gut ausgebauter Infrastruktur sind ein attraktiver Wirtschaftsstandort, der umgekehrt die Entwicklung der Region auf vielen Ebenen fördert.

„Die Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2020 entwickelt sich laufend weiter. Denn nur wenn wir als Wirtschaftsstandort am Puls der Zeit sind und rasch auf Entwicklungen reagieren, setzen wir uns im Wettbewerb der Regionen durch“, erklärte Wirtschaftslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav anlässlich eines Pressegesprächs über die Schwerpunkte im Wirtschaftsressort. Eine interne Klausur durchleuchtete vor wenigen Tagen die niederösterreichische Wirtschaftsstrategie und dabei wurden Weichenstellungen für die künftige Arbeit beschlossen. Ein Ansporn war dabei die Verleihung der Auszeichnung „Europäische Unternehmerregion 2017“.

Das Wirtschaftsressort geht mittels verschiedenster Förderungen und Anreize auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der niederösterreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer ein. Aufbauend auf den vier Kernstrategien der Wirtschaftsstrategie werden neben den Großunternehmen auch die KMU und die Kleinunternehmen mit entsprechenden Maßnahmen unterstützt. „Gerade das Thema ‚Wirtschaft 4.0‘ zeigt, dass es kein Patentrezept gibt. Wichtig ist, die Betriebe – insbesondere auch kleinere und mittlere Unternehmen – zur Entwicklung individueller Strategien zu motivieren und entsprechende Unterstützungsmaßnahmen anzubieten“, so Landesrätin Dr.in Bohuslav. 

Im Bereich Wirtschaft 4.0 setzt Niederösterreich daher stark darauf, Bewusstsein zu schaffen, den Wandel zu unterstützen und die Menschen zu qualifizieren. So wurde vor wenigen Wochen ein Fördercall für Konzepte zur innerbetrieblichen Umsetzung von Wirtschaft 4.0-Maßnahmen abgeschlossen, eine weitergehende Förderaktion ist für das kommende Frühjahr geplant. Neben den Informationsveranstaltungen, die gemeinsam mit der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung Niederösterreich durchgeführt werden, wurden die Beratungen durch Technologie- und Innovationspartner verstärkt. „Wir stehen mit den niederösterreichischen Wirtschaftstreibenden in einem ständigen Dialog, um punktgenau jene Akzente zu setzen, die sie rund um ‚Wirtschaft 4.0‘ benötigen. Gleichzeitig zeigen wir auch jenen Unternehmen die Chancen auf, die sich bisher kaum mit diesem Thema auseinander gesetzt haben“, so die Landesrätin weiter. 

Niederösterreich-CARD wird digital
Auch im Tourismus verändert die Digitalisierung die Information- und Kaufprozesse wesentlich. Die Niederösterreich-Werbung hat daher die Arbeitsgruppe Tourismus 4.0 gegründet, um die Herausforderungen in Chancen zu verwandeln und noch besser auf die neuen Anforderungen reagieren zu können. Und, auch die Niederösterreich-CARD, die sich mit einem neuen Verkaufsrekord von 185.000 CARDs großer Beliebtheit erfreut, wird in den nächsten zwei Jahren digital. Die Testphase startet mit der kommenden Saison 2017/18, die Umsetzung soll mit der Saison 2018/19 stattfinden. Damit kann einerseits besser auf die Kunden und Kundinnen eingegangen werden und andererseits können Informationen zielgerechter gestreut werden. 

Spin-Off-Strategie und neue Technologiezentren
Wesentliches Thema in Niederösterreich ist auch die 2016 gestartete Spin-Off-Strategie mit dem Ziel, den technologischen Gründergeist weiter zu entfachen. Ein Meilenstein wird hier 2017 die Errichtung des Technologie- und Forschungszentrum Seibersdorf durch eine Tochtergesellschaft unserer Wirtschaftsagentur ecoplus sein. In Klosterneuburg wird mit dem „IST Austria Park“ der Forschungs- und Technologiestandort weiter ausgebaut, um die Synergien der Forschung am IST Austria und den forschungsorientierten Unternehmen zu intensivieren. Hierzu haben ecoplus und IST Austria eine gemeinsame Projektgesellschaft gegründet. „Mit diesen beiden Projekten wollen wir die Ansiedelung technologieorientierter, innovativer Unternehmen forcieren und den technologieorientierten Unternehmen optimale Rahmenbedingungen bieten“, hielt Landesrätin Bohuslav bei der Pressekonferenz fest. 

Mit dem IdeenHub, einer neuen Workshop-Reihe von accent und tecnet in Kooperation mit den Fachhochschulen in Niederösterreich, wird die gezielte Verwertung von Ideen in Form einer Spin-Off-Gründung unterstützt, um Forschungsergebnisse an Fachhochschulen und Hochschulen in unternehmerische Projekte zu transformieren. 

Wirtschaftslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav: „Ich freue mich über den gemeinsamen Kurs der Kolleginnen und Kollegen aus dem Wirtschaftsressort und danke für die gute Zusammenarbeit, um auch künftig die Zukunft in Niederösterreich aktiv mitgestalten zu können.“ 

Weitere Informationen:
Christoph Fuchs, Büro Landesrätin Dr.in Petra Bohuslav
Telefon: 02742/9005-12322, c.fuchs@noel.gv.at