30. März 2017

Die SozialgemeinderätInnen der Kleinregion Ybbstal fanden sich am 30. März zum ersten Vernetzungstreffen in Ybbsitz ein. Sie besuchten das "Haus des Lebens" (Betreutes Wohnen) in Ybbsitz und erarbeiteten eine Fahrplan für die kooperative Zusammenarbeit in der Kleinregion.

Über fünfzehn Sozialgemeinderätinnen und Sozialgemeinderäte sowie sozial engagierte GemeindebürgerInnen waren der Einladung des Kleinregionssprechers Bürgermeister Mag. Werner Krammer gefolgt und kamen zum Vernetzungstreffen, das von der Kleinregionsbetreuerin Birgit Weichinger, NÖ.Regional.GmbH, moderiert und begleitet.

Nach der Begrüßung durch den Ybbsitzer Bürgermeister Josef Hofmarcher wurde das 2016 eröffnete „Haus des Lebens“ besichtigt. Die AGYL-Vereinsobfrau Elisabeth Schasching und die Wohnkoordinatorinnen Martina Neuteufel und Hannelore Wieshauer präsentierten die Entstehungsgeschichte des Betreuten Wohnens, sowie die heutige Nutzung und gemeinschaftlichen Aktivtäten. Das Haus wird derzeit von zwei Familien und fünfzehn älteren Personen bewohnt und durch zwei Wohnkoordinatorinnen ehrenamtlich begleitet. Jeden Freitag wird eine gemeinschaftliche Aktivität, wie Kartenspielen, Vorbereitung für die Feste im Jahreskreis oder eine Geburtstagsfeier veranstaltet. Das Haus des Lebens wird seinen Namen gerecht und steht für Leben in einer Großfamilie mit allen Vorzügen. Derzeit stehen noch zehn freie Wohnungen für Familien oder ältere Personen zur Verfügung.

Im Anschluss vernetzten sich die TeilnehmerInnen bei Kaffee und Kuchen und sprachen über bereits bestehende Kooperationen in sozialen und gesundheitlichen Bereichen in der Kleinregion, die federführend in den Bereichen Schule, Musikschule, Pflegehilfsorganisationen, Vereine sowie Freizeit und Sport liegen. Gemeinsam wurden die zukünftigen Schwerpunkte für eine mögliche Zusammenarbeit und Austausch festgelegt. 

Eine ausführliche Informationseinholung über die Finanzierung und Bauweise von Betreutes Wohnen soll gemeinsam angegangen werden. Die in jeder Gemeinde aktiven "Gesunde Gemeinde"-Arbeitskreise sollen bei der Bewerbung von Veranstaltung zusammenarbeiten oder gemeinsam bekannte Referenten organisieren. Die Erwachsenenbildung soll forciert werden, und für die ältere Generation und pflegende Angehörige sollen durch spezielle Angebote die Wertschätzung gestärkt werden. 

Das Vernetzungstreffen hat gezeigt, dass es bereits viele Angebote und Einrichtungen für alle Altersgruppen gibt. Daher kam man zu dem Schluss dass es besser sei nichts Neues zu erfinden, sondern auf bestehende Angebote aufzubauen und diese weiterzuentwickeln.

Besprochen wurde auch das Thema Glasfaser bzw. Internet. Dieses neue Medium eröffnet sowohl der jungen, aber auch älteren Generation viele Internet-Nutzungsmöglichkeiten. Gemeinsam wurden verschiedene Möglichkeiten erarbeitet, wie die älteren Bürgerinnen ans Internet herangeführt werden könnten. Geplant sind etwa Computer-Workshops mit Schülerinnen in den Schulen und die Einbindung ortsansässiger ComputerfachexpertInnen.

Die SozialgemeinderätInnen der Kleinregion Ybbstal haben sich mit all diesen Kooperationsmaßnahmen einen beachtlichen Fahrplan für die nächsten Jahre zurecht gelegt. Das nächste Treffen findet im Juni 2017 statt.

"Kleinregionen“ sind Plattformen, die rasche Abstimmung und Informationsaustausch zwischen Gemeinden und Land ermöglichen und mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag in der Regionalentwicklung leisten. Die NÖ.Regional.GmbH serviciert Kleinregionen und berät sie bei jeglichen kleinregionalen Aufgabenstellungen. Gemeinsam mit der Kleinregion Ybbstal suchen wir nach regionalen, passgenauen Lösungen.