20. Dezember 2021

Bereits vor dem aktuellen Fahrplanwechsel tauchten aus dem Ybbstal kritische Fragen zu den künftigen Verbindungen der Rudolfsbahn mit der Westbahnstrecke über den Knoten Amstetten auf. Wo man zuvor auf noch weitere Verbesserungen gehofft hatte, zeichneten sich nun für wichtige Pendlerbeziehungen teils Einbußen ab – insbesondere für die Anbindung Linz und St. Valentin. Ursache dafür war ein Trassenkonflikt zwischen den Zügen der WESTbahn und den ÖBB Railjets.

Die gewünschten Zugtrassen müssen von den einzelnen Eisenbahnverkehrsunternehmen jährlich bestellt werden und werden dann vom Infrastrukturbetreiber zugewiesen. Nun gab es weitere Änderungen, die aus diesem Prozess und seinen „Nachwehen“ resultierten.

Kurz vor Fahrplanwechsel setzen die ÖBB nochmal alles daran, die Reisenden auf der Weststrecke, insbesondere im Bereich Amstetten, verlässlich an ihr Ziel zu bringen. Nachdem die WESTbahn bereits bestellte Zugtrassen auf der Strecke Wien – Salzburg, mit Halt in Amstetten, nun kurzfristig nicht befahren kann, passen die ÖBB ihren Fahrplan an und sichern damit relevante Umsteigeverbindungen. Der Taktknoten Amstetten kann somit ab 12.12.2021 durch die ÖBB sichergestellt werden und die Reisenden erreichen ihre Anschlusszüge. Auch die so wichtige Verbindung für die SchülerInnen und PendlerInnen zwischen dem Ybbstal und Linz kann dadurch wieder gesichert werden.

Dem engagierten und flexiblen Vorgehen der ÖBB PV AG ist zu verdanken, dass die Zugverbindungen sichergestellt werden können. Auch das Engagement der „Rudolfsbahn-Gemeinden“ Waidhofen, Sonntagberg und Allhartsberg war maßgeblich für eine Suche nach Lösungen in dieser kritischen Situation.

Die Abfahrtszeiten der Railjet-Verbindungen bleiben in Wien, St. Pölten, Linz und Salzburg in beiden Richtungen unverändert. Lediglich bei den Halten in St. Valentin und Amstetten kommt es zu Anpassungen im Fahrplan, um die Umsteigerelationen in den Taktknoten für die Reisenden zu garantieren. Besonders wichtig dabei für die Reisenden: In St. Valentin fahren seit Sonntag, den 12.12.2021, einige ÖBB Railjets Richtung Wien 4 Minuten früher ab. Die adaptierten Abfahrtszeiten sind bei einzelnen Zügen nicht an allen Tagen, sondern nur an einzelnen Tagen gültig.

Betroffen von den Fahrplanänderungen von 12.12.2021 bis 09.01.2022 sind folgende Züge:

  • Wien – Salzburg: RJ 540, 542, 544, 642, 646, 698, 740, 742, 744, 746, 748, 860
  • Salzburg – Wien: RJ 541, 543, 545, 547, 549, 643, 645, 741, 743, 745, 749, 797, 865

 

Reisende werden gebeten, sich unbedingt vor Fahrtantritt nochmals über ihre gewünschten Verbindungen über die online Fahrplanauskunft „Scotty“ oder beim ÖBB KundInnenservice unter 05-1717 zu informieren.

Um die Verwerfungen im Fahrplanwechsel für Jugendliche abzufedern, kommt die WESTbahn nun entgegen: es werden das TOP Jugendticket, sowie die SchülerInnen -und Lehrlingsfreifahrten bis inklusive 09.01.2022 zwischen Amstetten und Linz in den Zügen der WESTbahn akzeptiert. (BesitzerInnen des Klimatickets sind ohnedies auch zur Nutzung der WESTbahn-Angebote berechtigt).

Das Seilziehen für kundenfreundliche Lösungen geht weiter: Ab dem 10.01.2022 wird es nochmal zu weiteren Anpassungen im gesamten Verkehr im Abschnitt zwischen St. Pölten und Linz kommen.

Die aktuell unübersichtliche Situation ist vorübergehend nachteilig. Der Prozess insgesamt geht jedoch aus dem Ringen um Verbesserungen hervor, das seit dem Vergabeverfahren intensiv und engagiert von den ÖBB getätigt wird und wofür auch die „Rudolfsbahn-Gemeinden“ eingetreten sind. Das regionale Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional leistete von Beginn an die wichtige Schnittstellenfunktion in der Kommunikation.

Anton Kasser, LAbg. und Bürgermeister der Gemeinde Allhartsberg sagt: „Herzlichen Dank an die ÖBB für die rasche Entscheidung, die Verbindungen Richtung Linz zu bedienen. Damit werden die Bürgermeister der Rudolfsbahngemeinden in den Aktivitäten, das Zug fahren zu unterstützen, sehr bestärkt.

Denn die Rudolfsbahn ist die „Hauptschlagader“ des Öffentlichen Verkehrs im Ybbstal und bietet mit den komfortablen neuen Zuggarnituren, dem dichten Fahrplan und der kurzen Fahrzeit eine echte nachhaltige Alternative zum Auto.

 

Kontakt für Rückfragen: DIin Angelika Manner  |  +43 676 88 591 338  |  angelika.manner@noeregional.at

Das Regionale „Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Regionale Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at