21. Dezember 2020

Seit 2.11.2020 gibt es in der Gemeinde Moorbad Harbach ein Anrufsammeltaxi (AST) als komfortable Ergänzung zum öffentlichen Linienverkehr. Diese Mobilitätslösung bringt Fahrgäste bequem von Moorbad Harbach über Lauterbach und Maißen nach Hirschenwies und wieder retour. Dabei zeigen speziell gekennzeichnete Sammelstellen die möglichen Ein- und Ausstiegspunkte.

Ein Anrufsammeltaxi stellt eine gezielte Ergänzung zum öffentlichen Linienverkehr dar. Gerade dort, wo beispielsweise neues Busmaterial schwer einsetzbar ist, können Taxiunternehmen mit kleineren Fahrzeugen eine gezielte Bedienung anbieten. Daher wurde zwischen der Gemeinde Moorbad Harbach, dem Taxiunternehmen Dietmar Weninger, dem Verkehrsverbund Ost-Region sowie dem Mobilitätsmanagement Waldviertel der NÖ.Regional eine Mobilitätslösung erarbeitet, welche als Anbindung zwischen den Gemeinden Lauterbach, Maißen, Hirschenwies und Moorbad Harbach Ortsmitte dient. Von dort ist eine Weiterreise mit dem Linienbus 759 in Richtung Weitra und Gmünd möglich. Auch der Rücktransport vom Ortszentrum in die umliegenden Orte ist dabei berücksichtigt worden. Durch die detaillierte Planung kann zusätzlich eine neue Haltestelle in Obermaißen angeboten werden.
Die Benützung des Anrufsammeltaxis nach Harbach ist für die Fahrgäste kostenlos. Die Finanzierung trägt die Gemeinde. Um die organisatorische und finanzielle Hürde der Gemeinden bei der Einrichtung bedarfsgesteuerter Verkehrssysteme zu erleichtern, hat das Land Niederösterreich eine landesweite "Dispositionszentrale für bedarfsgesteuerte Verkehrssysteme" eingerichtet. Anrufsammeltaxisysteme werden in der Abwicklung durch die landesweite Dispositionszentrale, welche in das Call-Center der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) GmbH eingegliedert ist, unterstützt.

Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko: „Es ist mir ein persönliches Anliegen, bedarfsorientierte Angebote wie das Anrufsammeltaxi, zum öffentlichen Verkehr in Niederösterreich zu Tagesrandzeiten, Zeiten schwacher Verkehrsnachfrage oder in peripheren Gebieten zu unterstützen. Das Land NÖ bietet hier durch das NÖ Nahverkehrsfinanzierungsprogramm eine sehr attraktive Möglichkeit für die Gemeinden.“

Landtagsabgeordnete Bürgermeisterin Margit Göll: „Wir als Gemeinderat und vor allem ich als Bürgermeisterin sind sehr zufrieden mit dieser Lösung, weil mit den Kleinbussen die bestmöglichste Versorgung für die Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger am sparsamsten und effizientesten abgewickelt werden kann.“

AST-Projekte entstehen auf Wunsch von Gemeinden, welche bei der Planung mitwirken und auch an der Finanzierung beteiligt sind. Die Mobilitätsmanager der NÖ.Regional stehen dabei als erste Ansprechpartner für eine Beratung und Koordinierung der Akteure gerne zur Verfügung.

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at