30. Oktober 2020

Wie kann man neue Bürgerinnen und Bürger für Gemeinden gewinnen? Diese Frage stellen sich viele Kleinstädte – Pöchlarn will es genau wissen und beschäftigt sich mit wissenschaftlichen Fakten rund um das Thema gesellschaftliche Strukturen und ihre Handlungsmotive.

Viele ländliche Gegenden und Kleinstädte sind von Abwanderung betroffen. Darum ist es umso wichtiger zu verstehen, warum Menschen in Regionen zu- oder abwandern. Welche Motive haben junge, alte Menschen, Familien oder Singles sich für einen neuen Wohnort zu entscheiden oder in ihrer Heimatgemeinde zu bleiben? Die Stadtgemeinde Pöchlarn nimmt sich diesem Thema im Zuge der Stadterneuerung an und versucht zu verstehen welche Handlungs- und auch Wanderungsmotive bestimmte Bevölkerungsgruppen haben.

Am 28. Oktober fand darum ein interaktiver Vortag zum Thema „Sinus Milieus“ statt. Der Psychologe Dr. Bertram Barth und der Regionalberater Josef Wallenberger ließen die Teilnehmer*innen tiefer in gesellschaftliche Milieus blicken. Diese Milieus setzen sich aus den sozialen Schichten und der Orientierung an bestimmten Werten zusammen. Daraus definiert Barth zehn verschieden Milieus für Österreich, die in ihren Handlungsweisen ähnliche Denkweisen aufweisen.

Der sehr interessante Workshop regte die Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu neuen Denkweisen an und auch auf kommunaler Ebene ergaben sich neue Erkenntnisse. Dieses neue Wissen soll in den weiteren Stadterneuerungsprozess, der von den Regionalberaterinnen der NÖ.Regional Irene Kerschbaumer und Christina Fuchs begleitet wird, einfließen.

 

Foto (v.l.): Bertram Barth, Bgm. Franz Heisler, StR. Jasmin Fuchs, Herta Potapow-Kittenberger (Stadtmarketing) , Josef Wallenberger

 

Copyright: Josef Wallenberger