02. April 2019

Der Josef Hyrtl–Platz soll neu gestaltet werden, um den Ansprüchen an einen attraktiven und wichtigen öffentlichen Platz zu entsprechen. Im Zuge zweier öffentlicher Planungsdialoge wurden aus der Bevölkerung zahlreiche Rückmeldungen zu den Planungen eingebracht und berücksichtigt. Viele MödlingerInnen nahmen die Chance wahr um das innovative Beteiligungsformat von „Planungsdialogen“ aktiv zu nutzen. Die Planer und VertreterInnen der Stadtgemeinde Mödling standen persönlich für Gespräche zur Verfügung und konnten viele Detailfragen beantworten.

v.l.: Alexander Kuhness, Marita Widmann, Michael Dorfstätter, Johannes Pflaum, Rainer Praschak, Paul Kandl und Silvia Drechsler (von links) bei der Infoveranstaltung über die Umgestaltung des Hyrtl-Platzes. © Stadtgemeinde Mödling

Mödling ist eine attraktive Gemeinde. Ihre Lage im Raum, ihre Angebote und Standards bieten eine ausgesprochen hohe Lebensqualität. Damit einher hilft die NÖ Stadterneuerungsaktion, wichtige Projekte in richtige Bahnen zu bringen, sowohl was deren Entstehung als auch Umsetzung betreffen.

Die Hyrtl-Kirche selbst steht symbolisch für den ältesten Teil der Stadtgemeinde Mödling. Die Vorgängerkirche der heutigen Waisenhauskirche wurde im 10. Jahrhundert zur Zeit der Karolinger erbaut und dem heiligen Martin geweiht. Sie war bis 1475 Mutterpfarre und somit weit über die Stadtgrenzen hinaus das religiöse Zentrum Mödlings. Die heutige Kirche wurde 1886 unter Bürgermeister Josef Schöffel errichtet.

Der gesamte Bereich „rund um die Kirche“ soll neu gestaltet werden. Entsprechend bezieht sich die Planung auf das gesamte Areal um die Waisenhauskirche und der Vielfalt an angrenzenden Nutzungen. Unmittelbar um die Kirche finden sich eine Volksschule und eine höhere Lehranstalt für Mode, Produktmanagement und Präsentation. Damit frequentieren täglich viele SchülerInnen den Platz. Das rote Kreuz hat am Platz ebenso seine Bezirks-Dependance. Die projizierte Generalsanierung des Roten-Kreuz-Gebäudes, die Errichtung einer Wohnhausanlage mit 44 Wohnungen, die Schaffung einer Verbindung der Radwege Wienerstraße und Untere Bachgasse haben eine umfassende Projektierung im Zuge der NÖ Stadterneuerungsaktion in die Wege geleitet. Innerhalt dieser zukünftigen Wohnhausanlage ist ein Freiraum geplant, der halböffentlichen Charakter haben soll und wird. Damit soll dieser Freiraum grundsätzlich öffentlich zugänglich bleiben, durch seine wohnhausbezogene Lage jedoch einen geregelten Zugang erhalten.

Das gesamte Planungsgebiet begleitet der Anspruch einer maximalen Durchlässigkeit und Verträglichkeit für RadfahrerInnen. Entlang der Wienerstraße betrifft das Projektgebiet straßenbegleitende Bereiche, um Ein- und Ausfahrten, Gebäudeerschließungen, Parkplätze und eine Bushaltestelle zu errichten. Barrierefreiheit, Radfahrfreundlichkeit, standortgerechte Bepflanzungen und zahlreiche Versickerungsflächen sollen den Platz wegweisend als nachhaltigen urbanen Platz vielseitig nutzbar und attraktiv werden lassen.

Das Projekt entstand aus dem örtlichen Stadterneuerungsprozess und soll noch heuer umgesetzt werden. Begleitet wird der Prozess vor Ort von DI Alexander Kuhness, NÖ.Regional, der bereits zum zweiten Mal die Stadtgemeinde Mödling betreut.

 

Bei der Aktion „Stadterneuerung in NÖ" entwickeln die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Politik und Verwaltung Projekte und setzen diese um. Die NÖ.Regional.GmbH ist hierbei ein wichtiger Partner. Sie unterstützen die Städte beim gesamten Prozess – bei der Erstellung des Stadterneuerungskonzeptes, beim Strukturaufbau mit Beirat und Arbeitsgruppen, Öffentlichkeitsarbeit sowie Projektentwicklung und Projektmanagement.