26. August 2019

Im grenzüberschreitenden Projekt 3E-Morava Nature pflegen Schafe die wertvollen Trockenwiesen im Marchraum und setzen einen tierischen Tupfer in unsere Landschaft. Dazu gab es am Dienstag, den 13.8.2019 beim Treffen in Lassee jede Menge interessante Facts unter den Beteiligten Projektpartnern auszutauschen. Auch weitere Maßnahmen für unsere Natur konnten in der Gemeinde bestaunt werden.

In 3E Morava Nature arbeiten österreichische und slowakische Gemeinden und Organisationen, darunter die NÖ.Regional.GmbH, gemeinsam am Schutz der Marchauen mit Hilfe von Umweltbildung und Biotoppflege. Die Pflege von Wiesen übernehmen die Weideschafe des Projektteilnehmers WUK . Eine fixe Bleibe für Winter & Co haben die Schafe in Lassee gefunden. Im Rahmen des grenzüberschreitenden Workshops berieten sich das Projektteam mit Kooperationspartnern wie NÖ Naturschutz, ViaDonau oder WWF über die Erfahrungen und Herausforderungen der Beweidung der ersten Jahre. Beweidet wurden kleine trockene Wiesen, die kein gerade üppiges Futter liefern und für größere Tierhaltungsbetriebe daher uninteressant sind. Die Flächen würden aber ohne Pflege verbuschen und ihre wunderschöne Blumenwelt in unserer Landschaft fehlen. Die Workshopteilnehmer besuchten einige der beweideten Flächen und das WUK zeigte z.B. verschiedene mögliche Produkte aus Schafwolle.

Der slowakische NGO und Projektpartner BROZ lud seinerseits bereits im Juli zum Kennenlernen seiner Tierherde rund um den Sandberg in Devinska Nova Ves. Wie wichtig die Erhaltung der Wiesen im Marchraum z.B. durch Beweidung ist, präsentieren in Zukunft auch die Infozentren für Naturtourismus des 3E-Projekts: Devinska Nova Ves, Hohenau a.d. March und Storchenhaus Marchegg. Eine Ausstellung über die Marchauen organisiert die NÖ.Regional.GmbH für Hohenau.

Die Gemeinde Lassee ist in Sachen Naturraumprojekte ein engagierter Partner. Gleich gegenüber der Schafstallungen heißt es „Manche mögen's heiß!“ - das Trockenrasenmuseum mit Schaugarten zeigt das Leben von Ameisenlöwen, Sandbienen und hitzeresistenten Pflanzen auf den Sanddünen des Marchfelds und in der Slowakei. Tatsächlich finden sich ganz in der Nähe einige dieser interessanten Trockenwiesenreste. Ein neuer Rundweg „Lasseer Naturwege“ verbindet bald mit interaktiven Stationen diese Naturdenkmäler wie „Windmühle“ oder „Weingarten“. Hier schließt sich der Kreis zum Beweidungsprojekt, denn auch auf diesen Flächen sind unsere wolligen Gehilfen aktiv.

Die Aktivitäten von 3E-Morava Nature SKAT sind bis 2020 projektiert und werden im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowakei-Österreich 2014-2020 (www. sk-at.eu/at) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Kofinanzierung in Österreich erfolgt durch das Land Niederösterreich und das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.