14. Jänner 2019

Der Naturschutzbund NÖ informierte am 9. Jänner 2019 die Presse über die Fertigstellung von drei neuen zweisprachigen Infobroschüren über die Moore Schrems, Heidenreichstein sowie Amaliendorf-Aalfang, sowie über die geplanten Schutzmaßnahmen für diese Lebensräume. Diese Maßnahmen sind Teil des von der EU kofinanzierten Projektes "ConNat - Connecting Nature AT-CZ" , in dem auch die NÖ.Regional Partner ist.

© NÖ Naturschutzbund

In den drei Infofoldern, die zweisprachig in Deutsch und Tschechisch gehalten sind, vermittelt der Naturschutzbund NÖ Interessierten kompaktes Wissen über das jeweilige Moor. Er gibt einen geschichtlichen Überblick, schildert die aktuelle Lage, stellt die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Lebensbedingungen in einem Hochmoor vor. Dazu hält der Naturschutzbund NÖ interessante Daten und Fakten zum Ökosystem Moor bereit.

LeserInnen erfahren auch noch von den geplanten Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel dem Einbau von Holzsperren, der Erneuerung von Dämmen oder dem Einstau von Gräben. „Die Erhaltung und Wiederherstellung der charakteristischen Waldviertler Lebensräume mit ihrer besonderen Pflanzen- und Tierwelt ist uns ein großes Anliegen.

Heute steht es zum Glück außer Diskussion, dass Moore erhaltens- und schützenswert sind. Gerade in Zeiten der großen Trockenheit werden Moore zunehmend an Bedeutung gewinnen“, sagt Mag.a Margit Gross, Geschäftsführerin des Naturschutzbund NÖ.

Die Folder werden im Unterwasserreich Schrems, im Naturpark Heidenreichsteiner Moor und in der Gemeinde Amaliendorf-Aalfang aufliegen oder können beim Naturschutzbund NÖ bestellt werden.

Hier die Folder zum Download:

Moor Schrems
Moor Haslau
Moor Heidenreichstein

Lebensraum Moor

Moore zählen zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen Österreichs. Sie sind vor allem durch Entwässerung und Torfabbau stark beeinträchtigt. Moore erfüllen aber zahlreiche Ökosystemleistungen: Sie speichern zum Beispiel CO2 und tragen somit zum Klimaschutz bei. Sie fördern die Biodiversität und stellen für viele gefährdete Arten einen unersetzbaren Lebensraum dar.

Das Interreg-Projekt „Connecting Nature AT-CZ“

Österreichische und tschechische Naturschutzorganisationen, Behörden und wissenschaftliche Einrichtungen entwickelten 2017 unter dem Management der Nö.Regional.GmbH das Interreg-Projekt „Connecting Nature AT-CZ“. Das Projekt, das aus mehreren Teilprojekten besteht, verfolgt das Ziel, Lebensräume in beiden Ländern über die Grenze hinweg zu vernetzen, durch gemeinsame Managementmaßnahmen zu sichern und die Artenvielfalt in Niederösterreich und Tschechien zu schützen.

Der Naturschutzbund NÖ beteiligt sich an der grenzüberschreitenden Erhaltung der Moore im Waldviertel und in Südböhmen und erarbeitet mit seinen Partnern Moorentwicklungskonzepte sowie Moorschutzmaßnahmen.

 

Nähere Informationen zu den Foldern und dem Schutzprogramm der Moore:
Margit Gross, Geschäftsführerin Naturschutzbund NÖ
margit.gross@naturschutzbund.at
Tel.: +43676/7606799 

Die Aktivitäten des Projektes Connecting Nature ATCZ sind bis 2020 projektiert und werden im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik 2014-2020 (www. at-cz.eu/at) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Kofinanzierung in Österreich erfolgt durch das Land Niederösterreich und das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.