05. Juni 2017

NachbarschaftsHILFE PLUS ist ein einzigartiges Sozialprojekt von neun mittelburgenländischen Gemeinden, welches den Waldviertler BürgermeisterInnen der Gemeinden Altenburg, Brunn an der Wild, Röhrenbach und Pölla als beispielgebendes Vorbild für bessere Mobilität und soziale Dienste an ältere BürgerInnen dient. Aus diesem Anlass gab es in der Taverne Greillenstein einen Informationsabend mit der Projektleiterin Astrid Rainer für diese und weitere interessierte Gemeinden.


Über einen Trägerverein organisieren Teilzeitkräfte in den einzelnen Projektgemeinden soziale Angebote von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die alltägliche Besorgungen wie Fahr- & Einkaufsdienste aber auch zwischenmenschliche Aufgaben wie Karten spielen, Spazieren gehen und vieles mehr – allerdings keine Pflegedienste und keine hauswirtschaftlichen Dienste – übernehmen. Für die Nutzer, ältere Personen in der Phase vor der Pflegestufe, sind diese Dienste kostenlos und völlig unbürokratisch, die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen erhalten den Fahrtspesenaufwand ersetzt, sind personenhaftpflicht- und unfallversichert und erhalten jederzeit eine begleitende praktische Unterstützung durch die BüromitarbeiterInnen.
NachbarschaftsHILFE PLUS versteht sich daher als soziale Drehscheibe, die Angebot und Nachfrage an sozialen Diensten koordiniert. Auf diese Weise wird in den Gemeinden sichergestellt, dass für die Mitbürgerinnen und Mitbürger ein hohes Maß an Lebensqualität in gewohnter Umgebung möglichst lange erhalten bleibt. Dass dieses Modell gut funktioniert, dafür sprechen die Zahlen der jährlichen Evaluierung der 9 Partnergemeinden im Burgenland (Piringsdorf, Steinberg-Dörfl, Lackenbach, Unterfrauenhaid, Raiding, Horitschon, Lackendorf, Kobersdorf und Stoob). 2016 wurden von insgesamt 167 Ehrenamtlichen 4.654 soziale Dienste (vor allem Fahr- und Bringdienste und Besuchsdienste) geleistet und über 4.955 Stunden wertvolle Freizeit geschenkt. 338 verschiedene Personen haben diese Dienste einmal oder mehrfach in Anspruch genommen - noch mehr als in den Jahren davor. 45.337 Kilometer wurden allein im Rahmen von Fahr- und Bringdiensten zurückgelegt – also mehr als eine Fahrt rund um die Erde! Eine Befragung der Ehrenamtlichen und der Menschen, die die Dienste in Anspruch nehmen, ergab, dass alle Beteiligten sehr zufrieden sind - diejenigen, die mithelfen und diejenigen, für die das Leben so ein bisschen einfacher wird.
Das bestätigt das Engagement aller Beteiligten und motiviert zu einem neuen Kooperationsprojekt in NÖ.