05. Oktober 2018

"Mobilitätsnetzwerke nutzen und schaffen, Kompetenzen sichtbar machen und ausbilden" unter diesem Motto stand das Projekt (Mobilitäts)Schule Gloggnitz, das mit Unterstützung des Mobilitätsmanagement Industrieviertel umgesetzt und schließlich vom Verkehrsclub Österreich prämiert wurde.

In der Stadtgemeinde Gloggnitz liegen die Volksschule und NMS direkt im Zentrum. Um das morgendliche Verkehrsaufkommen durch Elterntaxis zu reduzieren und das Schulumfeld sicherer zu gestalten, haben die Volksschule Gloggnitz gemeinsam mit der Stadtgemeinde seit Beginn des Sommersemesters 2018 einige verkehrsreduzierende Aktionen gesetzt. Die Aktionen wurden vom dem Mobilitätsmanagement Industrieviertel konzipiert und in Kooperation mit dem Elternverein, der Stadtgemeinde, der KEM Schwarzatal, dem Verkehrsverbund-Ostregion, der ÖBB PV AG und dem KfV umgesetzt.

Das Projekt hat folgende Ziele: Reduktion des motorisierten Individualverkehrs, Erhöhung der Verkehrssicherheit insbesondere im unmittelbaren Schulumfeld, Förderung der selbständigen und aktiven Mobilität der SchülerInnen, Kompetenzbildung in Hinblick auf die Nutzung des öffentlichen Verkehrs. Folgende Maßnahmen und Aktionen wurden gesetzt: Gründung von zwei Pedibusllinien mit Start April 2018, Aktionstag „Mit Zug und Bus unterwegs – Mein Fahrplan!“ (Kennenlernen und Lesen von unterschiedlicher analoger und digitaler Fahrplaninformation), Aktionstag "Sicher und bequem - Am Bahnhof und im Zug" (Sicherheitsschulung am Bahnhof und im Zug), Erstellung eines Schulwegplans für den derzeitigen und neuen Schulstandort mit Hilfe des KfVs sowie begleitende Aktionen sowie Verkehrserziehung durch die lokale Polizei.

Das Projekt (Mobilitäts)Schule Gloggnitz setzte stark auf die Vernetzung lokaler und regionaler Akteure wie der Schule, der Stadtgemeinde, der KEM Schwarzatal, dem Verkehrsverbund-Ostregion unter Einbindung nationaler Schlüsselorganisationen wie die ÖBB PV AG und dem KfV. Es wurde weitgehend darauf geachtet die kostenlosen Angebote im Themenfeld zu nutzen, zu bündeln und sinnvoll zu verknüpfen und die Potenziale des Netzwerks auszuschöpfen. Freiwilligenarbeit in Form der Schulwegpolizisten und Elternverein ist eine weitere wertvolle Säule des Projektes.

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at