31. August 2022

Am 30. August trafen sich knapp 30 Mobilitätsbeauftragte aus der Hauptregion Weinviertel mit Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko um gemeinsam an der Mobilitätswende zu arbeiten und über dafür notwendige Maßnahmen zu diskutieren.

„Um die Mobilitätsziele des Landes zu erreichen, brauchen wir die Unterstützung der Gemeindevertreterinnen und -vertreter, sie sind die erste Anlaufstelle für Mobilitätsfragen vor Ort und 365 Tage im Jahr für die Menschen in der Gemeinde da. Wir wissen: Oft scheitert die Nutzung der Öffis am Informationsstand der Menschen. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam mit den Gemeinden an einem Strang ziehen und die Landsleute über unser Angebot im Öffentlichen Verkehr aufklären. Denn nur miteinander können wir die Mobilität der Zukunft in Niederösterreich gestalten“, hält Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko fest.

„Smart mobil“ tourte während der Sommermonate durchs ganze Land und lud zu einem gegenseitigen Austausch von Politik und Wissenschaft in allen fünf Hauptregionen. Fachexperten informierten dabei über Mobilitätsfakten und was Gemeinden dabei selbst tun können, um die Mobilität von morgen mitzugestalten.

„Die Mobilität in Österreich wird laufend stärker motorisiert und verursacht damit steigenden Energieverbrauch, sowie zunehmende Umwelt- und Klimabelastungen. Österreich beansprucht etwa 3,5-mal mehr Ressourcen, als uns zustehen - oft nur aus Bequemlichkeit. Bewegungsmangel gefährdet die Gesundheit. Hohe Energiepreise, überfällige Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung und Klimaanpassungsstrategien belasten die Budgets. Zukünftige Mobilitätsentwicklungen erfordern neben technologischen Lösungen auch vernünftige Verhaltensanpassungen“, fasst Ass.-Prof. Michael Meschik (BOKU – Institut f. Verkehrswesen) zusammen.

Nicht nur aufgrund der aktuellen Preissteigerungen, die auch den Mobilitätssektor betreffen, gewinnt das Thema Radfahren in der Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. Das Land Niederösterreich hat im Jahr 2022 ein Budget von 16 Millionen Euro für den Bau neuer Radwege veranschlagt. "In Summe konnten seit Einführung der Radwegeförderung mehr als 118 Projekte verwirklicht werden – zudem wird von Seiten des Landes im Jahr 2022 ein Extra Paket geschnürt, wodurch in Zusammenarbeit mit den Gemeinden 41 neue Radwegprojekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 14,5 Millionen Euro umgesetzt werden, um Lücken im Radwegenetz des Landes noch weiter zu verringern“, zeigt sich der zuständige Landesrat Schleritzko erfreut.

Die Smart mobil-Sommertour wird vom Regionalem Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional organisiert. Walter Kirchler, Geschäftsführer NÖ.Regional: „Die Gemeinde ist Dreh- und Angelpunkt. Was vor Ort beschlossen und umgesetzt wird, ist unmittelbar sichtbar und spürbar. Wir unterstützen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bei der Umsetzung ihrer Ziele mit unseren Mobilitätsmanagerinnen und -managern in der Gemeinde.“

Das Regionale „Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Regionale Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at