17. Februar 2017

40 TeilnehmerInnen aus über 20 Gemeinden setzten sich beim Zusammentreffen der weinviertler Mobilitätsbeauftragten am 17. Februar im Mistelbacher Barockschlössl mit dem komplexen System „Öffentlicher Verkehr“ auseinander. Aufschlussreiche Vorträge und interessierte Fragen kennzeichneten diesen Mobilitätsabend.

Bürgermeister Mag. Alfred Pohl begrüßte die Teilnehmer und würdigte die Leistungen des Mobilitätsmanagements, dessen vielfältigen Aktivitäten des vergangenen Jahres in der Folge präsentiert wurden.

Die Referenten der ÖBB Personenverkehrs AG Dietmar Mayer und Manfred Bernhard berichteten von den teilweise beachtlichen Steigerungen der Fahrgastzahlen von 2015 auf 2016 nach der Einführung des ITF (Integrierten Taktfahrplans). So stieg z.B. das Fahrgastaufkommen an der Marchegger Ostbahn um 21%. Weiters wurden die nächsten Ausbauvorhaben an den Bahnlinien und die dafür erforderlichen Schienenersatzverkehre vorgestellt. Auf Interesse stieß das neue Projekt „Rail & Drive“. Hier bietet die ÖBB ihren Kunden in Kürze den eigenen Fahrzeugpool zum Mieten an. Auch wird in Pilotprojekten mit E-Autos die Verknüpfung von Pendlerfahrten zum Bahnhof mit Fahrten durch Tagesnutzern (Gewerbebetriebe, Gemeinde) getestet.

Tiefe und pointierte Einblicke in die komplexen Zusammenhänge der Busfahrplangestaltung gab DI Michael Reinbacher vom VOR. Der vorrangige Fahrplan der Bahnlinien, die Erfordernisse der Schüler und Pendler, Schulbeginn- und Endzeiten, die gesetzlich vorgeschriebene Vermeidung von Pararlellverkehren und letztendlich auch ein begrenztes Budget machen die Erstellung eines vernetzten Busfahrplans zu einer herausfordernden Aufgabe. Dafür arbeitet im VOR ein motiviertes Team, das gerne Anregungen der Gemeinden entgegennimmt und stets bemüht ist, bestmögliche Lösungen zu finden. Auch das Thema Neuausschreibung des Busliniennetzes wurde angesprochen. Ein solcher Prozess geht im westlichen Weinviertel zu Ende und startet im östlichen Weinviertel etwa Ende des Jahres. Dabei sind die Gemeinden eingeladen aktiv mitzuwirken.

Werkzeuge zur Stärkung des Öffentlichen Verkehrs in der eigenen Gemeinde stellte DI Linda Eder (NÖ.Regional.GmbH) vor. Mobilitätsangebote sollten auf der Gemeindehomepage übersichtlich dargestellt werden und Schnuppertickets sind ein Anreiz BürgerInnen zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu bewegen. 

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Mobilitätsmanager DI Andreas Zbiral das aktuelle Programm das Mobilitätsprogramm für das Weinviertel vor und bedankte sich für die aktive Mitwirkung bei allen TeilnehmerInnen.

Hier der Link zum Downloadbereich mit den gezeigten Präsentationen.

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.
 


Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert

Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at