25. April 2017

Am 25. April 2017 lud das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH zum „Mobilitätsabend“ mit dem Schwerpunkt Öffentlicher Verkehr nach Öhling. Mag. Johannes Wischenbart konnte rund 30 GemeindevertreterInnen aus den Bezirken Amstetten, Melk und Scheibbs begrüßen.

Ziel der Veranstaltung war es einerseits, den GemeindevertreterInnen mittels Expertenvorträgen die komplexen Hintergründe bei der Planung und Finanzierung von Bus und Bahn zu erläutern. Andererseits sollte anhand von Beispielen auch gezeigt werden, was Gemeinden selber tun können, um das bestehende Öffi-Angebot für die BürgerInnen attraktiver und bekannter zu machen.

So sprach Karin Schildberger von der NÖ.Regional.GmbH über die Gestaltung von Bushaltestellen. Durch eine attraktive Gestaltung und Ausstattung können Gemeinden den Komfort für die Fahrgäste erhöhen (zB Überdachung, Beleuchtung). Zusätzlich präsentierte sie einfache Maßnahmen zur Information und Bewusstseinsbildung für den öffentlichen Verkehr, bei denen das Mobilitätsmanagement die Gemeinden unterstützt. Aus aktuellem Anlass stellte sie auch den Wettbewerb „Clever Mobil“ vor: ab 1. Mai können Mobilitätsgemeinden und Kleinregionen innovative Mobilitätsprojekte einreichen. Die Besten haben Chance auf ein Preisgeld.

Michael Reinbacher, Planer vom Verkehrsverbund Ostregion (VOR), erläuterte die komplexen Hintergründe in der Planung und Finanzierung des Linienbus-Systems. Er forderte die Gemeinden diesbezüglich auf, sich aktiv einzubringen und die Planung mit regionalen Informationen zu unterstützen.

Bernhard Manfred von der ÖBB Personenverkehr AG reflektierte anhand von Zahlen den Fahrplan 2017 und gab einen kurzen Ausblick auf den Fahrplan 2018. Weiters stellte er das Rail & Drive Konzept vor, bei dem die ÖBB E-Autos für Carsharing zur Verfügung stellt. Besonders die Themen Park & Ride-Anlagen und Abstimmung zwischen Regional- und Fernzügen wurden anschließend angeregt diskutiert.
DI Dr. Roman Klementschitz vom Institut für Verkehrswesen an der BOKU Wien stellte das Forschungsprojekt „SMART MOVE“ vor. Durch gezielte Informationsmaßnahmen ist es nachweislich gelungen, im südlichen Waldviertel und in der Wachau mehr Personen für den öffentlichen Verkehr zu begeistern.
Die zwei abschließenden „Best-Practice“-Beispiele aus dem Mostviertel zeigen, dass auch mit kleinen Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung oft große Erfolge erzielt werden können. Gabrielle Ramskogler aus St. Valentin stellte die erfolgreichen „Schnuppertickets“ für den öffentlichen Verkehr vor: GemeindebürgerInnnen können sich gratis Tickets vom Gemeindeamt ausborgen, um mit dem Zug bis nach Wien und Salzburg zu fahren. Vor kurzem wurde die 1000. Ausleihe gefeiert. Sylvia Hess aus Gaming präsentierte ihr Fahrplanheft, das sie mit wenig Aufwand für die GemeindebürgerInnen selbst erstellt hat. Dieser zusätzliche Bürgerservice stellt eine wertvolle Information für die Fahrgäste dar und wird von den BürgerInnen auch sehr geschätzt.

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.
 


Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert

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