08. Juni 2017

Das Mobilitätsmanagement im Waldviertel setzt 2017 schwerpunktmäßig auf das Mitfahren. Dieser Schwerpunkt wurde auch beim Mobilitätsabend am 8. Juni in Groß-Siegharts verfolgt. Das Mitfahren ist eine weit unterschätzte und unterrepräsentierte Fortbewegungsart, weshalb hier Bewusstseinsbildung besonders wichtig ist.

Geht es nach den Plänen von Mobilitätsmanager Martin Frank sollen die Waldviertler künftig wieder mehr gemeinsam statt einsam in der Region unterwegs sein. Aus diesem Grund wurden den Gemeindevertretern zwei Maßnahmen zum MITFAHREN vorgestellt. „Im Zeitalter in denen viele ein Smartphone haben soll auch die Mobilität smarter werden und zwar setzten wir hier ganz stark auf die Verbreitung der Mitfahrplattform „flinc.org“. Als zweite Säule in der Stärkung des Mitfahrens sollen im Waldviertel bald viele Mitfahrbankerln zu sehen sein. Dort nimmt man einfach Platz und wartet auf die nächste passende Mitfahrgelegenheit. So soll es Personen ohne Auto in Regionen mit wenig öffentlichen Verkehr leichter gemacht werden von A nach B zu kommen.“, sagt Frank.

Auch der Verkehrsverbund Ost-Region beschäftigt sich mit dem Mitfahren. „Längerfristiges Ziel ist es die Option des Mitfahrens in unseren VOR-Routenplaner zu integrieren. Wir sehen in flinc.org eine ideale Ergänzung zu unserem Angebot und wollen auch unseren Kunden das Mitfahren als Service anbieten,“ erklärte Valerie Kleemann in ihrem Vortrag.

Da das Mitfahren oft von Sicherheitsbedenken begleitet wird, wurde ein echter Experte auf diesem Gebiet eingeladen. „Tramper aus Leidenschaft“ Noah Essl, der schon fast 80.000 km „mitgefahren“ ist, berichtete von seinen Erfahrungen und wie sich die Wissenschaft dem Thema nähert. „Die größte Gefahr beim Mitfahren, Trampen oder Autostoppen ist ein Verkehrsunfall. Diverse andere Vorurteile und Mythen können aufgrund von Information aus dem Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes, Berichten von Trampern und vor allem Tramperinnen, durch die vielen gesammelten Erfahrungen und auch eindeutige Statistiken entkräftet werden.“, beruhigte Essl auf erfrischende Art und Weise die anwesenden GemeindevertreterInnen. Die vielen Fragen an Noah bestätigten das große Interesse an seinen Abenteuern, die er auf seinen Tramp-Reisen und im Tramp-Sport erlebt hat.

Damit widmete sich der Mobilitätsabend im Waldviertel dieses Mal einem Thema, welchem zurzeit wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird: um die Möglichkeit der Fortbewegung, die für Personen ohne eigenes Auto die Mobilität erhöht und gleichzeitig das Verkehrsaufkommen reduziert – getreu dem Motto „Mehr Mobilität, weniger Verkehr“. Diese Mobilitätsform überzeugt durch ihren verbindenden Charakter, durch Erhöhung des Besetzungsgrads im Auto und durch großes Einsparpotential von Geld und Treibhausgas-Emissionen. 

Die anwesenden Mobilitätsbeauftragten konnten wieder viele Ideen mitnehmen und wer weiß: Vielleicht entsteht daraus ein Gewinnerprojekt unseres Wettbewerbs „Clever mobil“ und eine Waldviertler Gemeinde freut sich über € 10.000,-. Hier der Link zum Wettbewerb 


„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.
 


Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert

Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at