19. Dezember 2016

Metropolregionen sind ein Zukunftsthema - auch in der Centrope-Region Tschechien, Slowakei, Ungarn und Österreich. Mit Best-Practise Beispielen (auch aus Niederösterreich) und Mobilitätsfragen wurden dazu, sowie auch in anderen wichtigen grenzüberschreitenden Themenfeldern vom Politischen Gremium die Weichen für die zukünftige Zusammenarbeit gesetzt.

Mit dem Politischen Board Ende November in Brünn endete die centrope-Vorsitzführung 2016 der Stadt Brünn. Die Repräsentanten fixierten dabei die weitere Ausrichtung dieser Kooperation der Europe Region Mitte in den vier Kernbereichen Räumliche Integration und Verkehrsinfrastruktur, Kultur und Tourismus, Wissensregion und Humankapital. Das Treffen der 16 centrope-Partner aus Wien, Niederösterreich, Burgenland, der Stadt Bratislava, den Regionen Bratislava und Trnava und Vertretern des Komitates Györ-Moson-Sopron leiteten der Oberbürgermeister von Brünn, Petr Vokřál, gemeinsam mit dem Kreishauptmann von Südmähren, Bohumil Šimek. Niederösterreich war durch Bundesrat Bürgermeister Gerhard Schödinger vertreten.

Stadt-Umland: Best practice aus NÖ 
Vor dem Hintergrund, dass in der EU-Donauraumstrategie im Jahr 2018 ein Schwerpunkt zum Thema „Metropolregionen“ gesetzt werden soll, wurden erste Schritte in Workshops und Expertentreffen gesetzt. Die österreichischen centrope-Partner haben hier bereits richtungweisende Aktivitäten im Bereich des Stadt-Umland-Management Wien – Niederösterreich, den regionalen Leitplanungen für den Wiener Nordraum entlang S 1, A 5 und A 22 im Weinviertel für den Raum Mödling im Süden gesetzt. Mit dem grenzüberschreitenden BAUM – Bratislava-Umland-Management mit den niederösterreichischen und burgenländischen Gemeinden gibt es eine grenzüberschreitende Entwicklung von Stadt-Umland-Regionen in Europa. 
Die centrope-Partner sind daher übereingekommen, 

  • die Zusammenarbeit bei Projekten der Belebung der Stadt-Umland-Regionen in centrope weiter zu entwickeln und Projekte zu unterstützen und
  • den Austausch der Erfahrungen bei der Schaffung von Entwicklungsstrategien, auch unter dem Aspekt „Smart Cities - Smart Regions in centrope“ und mit europäischen Partnerregionen zu forcieren. 
    Gestartet wurde auch ein interdisziplinärer Studentenwettbewerb zwischen Universitäten in centrope. Dabei sollen sich Studenten und Verwaltungen der Regionen und Städte in grenzüberschreitend tätigen Studententeams aktuellen Fragen von centrope widmen. Start ist im Frühjahr 2017. 

    Mobilität im Umweltverbund 
    Im Themenfeld Mobilität, das unter der Vorsitzführung Niederösterreichs 2015 schwerpunktmäßig behandelt wurde, liegt der Fokus auf:
  • der Weiterentwicklung des centrope Mobilitätsmanagement zu einem informellen Netzwerk, um noch besser für grenzüberschreitende und transnationale Mobilitätserfordernisse gerüstet zu sein. 
  • die konkrete Umsetzung von Projekten zur umweltfreundlichen Mobilität in den Grenzregionen, wie den weiteren Ausbau des Öffentlichen Verkehrs (Bahn, Bus) sowie von Radwegen und Radbrücken. Hier erfolgt auch eine enge Abstimmung mit der Arbeitsgruppe Kultur und Tourismus in centrope . 

    2017 übernimmt Ungarn unter Leitung des Komitats Györ-Moson-Sopron den Vorsitz in centrope. Die Partner einigten sich auf die Koordinierung der Aktivitäten von centrope im Rahmen ihrer Beteiligung an der Implementierung der EU-Donauraumstrategie. Die NÖ.Regional.GmbH koordiniert in enger Abstimmung mit der Stabsstelle Internationale/Europäische Angelegenheiten beim Amt der NÖ Landesregierung die centrope-Aktivitäten und wird auch 2017 die Aufgabe mit der Verwaltung des Komitates Györ-Moson-Sopron wahrnehmen. 

    Mit dem Fachbereich „EU Kooperationen“ setzt die NÖ.Regional.GmbH Akzente in der grenzüberschreitenden Regionalentwicklung. Wir berücksichtigen die Potenziale der Grenzregionen und nutzen die dafür zur Verfügung stehenden EU-Fördermittel aus den Interreg V-A Programmen bis 2022 mit Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Die Themenfelder umfassen das kulturelle und natürliche Erbe, Umwelt und nachhaltige Raumentwicklung, Forschung und Bildung sowie grenzüberschreitende institutionelle Kooperationen von Ländern, Gemeinden, Kleinregionen, lokalen und regionalen Initiativen.