16. Juli 2018

Bei zwei Informationsveranstaltungen in Amaliendorf am 3. Juli und in Heidenreichstein am 4. Juli wurden die Details zu den geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der hydrologischen Situation im Hauslauer Moor und in der Gemeindeau Heidenreichstein vorgestellt.

Im Rahmen des grenzüberschreitenden Naturschutzprojektes „Connecting Nature“ (Crossborder Habitat Network and Management) werden zur Erfassung der Istzustände der Moore beiderseits der Grenzregion Tschechien-Österreich auch die Revitalisierung von 4 Mooren durchgeführt.

Die ersten Details dazu konnten bei den Informationsveranstaltungen im Zuge des Projektes dem interessierten Publikum erstmals erläutert werden.

Durch die sinkenden Wasserspiegel aufgrund von Moornutzungen und in den letzten Jahren sehr geringer  Niederschlägen sinken die Wasserspiegel in den Mooren zunehmend. Dies führt dazu, dass moortypische Pflanzen von anderen Arten, die nicht in der Moorlandschaft zugehörig sind, verdrängt werden.

In der Diplomarbeit über die Renaturierungsmaßnahmen im Haslauer Moors zeigt Frau Angelika Ebhart mögliche Maßnahmen auf. So sollen bereits errichtete Dämme instandgesetzt  und weitere errichtet werden.

In der Heidenreichsteiner Gemeindeau wird die Austrocknung durch den hohen Birkenanteil und wahrscheinlich auch durch die von Norden nach Süden führende Straße verstärkt. Nun soll die Birkenallee entfernt, sowie Waldumwandlungen durchgeführt werden. Für die Offenhaltung von Moorflächen ist ebenfalls zu sorgen.

Weitere Renaturierungsmaßnahmen  im Rahmen des Projektes ConNat sind auch im Bummermoos (Brand-Nagelberg) und im Schremser Moor geplant.

Nähere Infos zum Projekt

https://www.noeregional.at/aktuelles/news/news-details/artikel/eu-projekt-ermoeglicht-grenzueberschreitenden-n/

https://www.at-cz.eu/at/ibox/pa-2/atcz45_connat-at_cz

Die Aktivitäten von Connecting Nature ATCZ sind bis 2020 projektiert und werden im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik 2014-2020 (www. at-cz.eu/at) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Kofinanzierung in Österreich erfolgt durch das Land Niederösterreich und das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.