26. August 2020

Mit dem SchulGehBus in die Schule: Die Initiative soll dem starkem Verkehrsaufkommen vor den Schulen entgegenwirken, indem zu Fuß in die Schule gehen gefördert wird. Interessierte Gemeinden können sich an das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wenden.

Eine Gruppe von Kindern organisiert sich zu einem „SchulGehBus“ und geht gemeinsam mit engagierten Eltern zum Unterricht. Im besten Fall gehen sie jeden Tag zur selben Zeit dieselbe Strecke. An vorher verabredeten Orten, auf einer bestimmten Wegstrecke kommen andere Schülerinnen und Schüler hinzu – sie steigen also wie an einer Bushaltestelle in den Bus mit ein - ähnlich einem “Autobus auf Füßen“. So einfach ist das Konzept hinter dem „SchulGehBus“.

„Der SchulGehBus ist eine Aktion für einen sicheren und klimafreundlichen Schulweg. Auf diese Weise zur Schule zu kommen ist nicht nur gesund, es macht auch Spaß und wirkt dem steigenden Hol- und Bringverkehr vor den Schulen entgegen. Gerade diese gut gemeinten Fahrten der Eltern-Taxis sorgen nämlich vor Schulen für höheres Gefahrenpotential. Mit dem SchulGehBus lernen und üben die Kinder aber auch für die Zukunft wichtige Verhaltensregeln im Straßenverkehr einzuhalten“, erklärt NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

In der Stadtgemeinde Stockerau startete 2019 die erste Initiative. Eingeführt wurde der „SchulGehBus“, da sich in der Früh immer wieder das bereits bekannte Problem in den Straßenzügen rund um die beiden Volksschulen zeigte: Elterntaxis sorgten für ein starkes Verkehrsaufkommen und verzögerten den Verkehrsfluss. Einen Lösungsansatz für das Anliegen der Elternvereine sah Bürgermeisterin Andrea Völkl im Projekt „SchulGehBus“: „Das ist gesund, fördert die Lernleistung und ist ausschlaggebend für die Entwicklung, der im Straßenverkehr notwendige Fähigkeiten. Dazu gehören die Wahrnehmung und Einschätzung von Entfernungen, Zeit und Geschwindigkeiten sowie die räumliche Orientierung.“

Auch im Industrieviertel ist die Initiative SchulGehBus in mehreren Gemeinden angekommen. Unterstützt von den Elternvereinen der Schulen und vom Regionalen Mobilitätsmanagement der NÖ. Regional geht das Projekt „SchulGehBus“ im Schuljahr 2020/21 beispielsweise in den Gemeinden Gloggnitz, Grimmenstein und Perchtoldsdorf los. In Wr. Neustadt nimmt Anfang Oktober 2020 die Volksschule Pestalozzi erstmals an der Aktion SchulGehBus teil.

Für Gemeinden oder Elternvereine, die an der Initiative „SchulGehBus“ interessiert sind, steht das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional beratend zur Seite. „Wir unterstützen bei der Konzeption und liefern Know-How. Wichtig ist aber, dass die Initiative breite Unterstützung findet. Anfangs werden die SchulGehBusse nämlich noch von engagierten Erwachsenen begleitet, so lange, bis die Kinder den Weg und die Haltestelle sicher kennen. Nach einer gewissen Zeit sollen die Kinder dann selbstständig ihren Schulweg zurücklegen“, Franz Gausterer, Regionales Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.

Das Mobilitätsmanagement ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und als fachliche Ansprechpartnerin in den Gemeinden.

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at