19. Oktober 2018

Kottingbrunn setzt viele Zeichen für umweltfreundliche Mobilität. Die Gemeinde investiert in zahlreiche kleinere und größere Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Radverkehrs im Gemeindegebiet und sogar über die Gemeindegrenzen hinweg. Zur Verkehrsfreigabe der neu gestalteten Brücke über die Südbahn mit eigenem Fuß- und Radweg kam am 17. Oktober Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko nach Kottinbrunn und gratulierte der Gemeindeführung zum Baufortschritt.

„Für einen effektiven Umwelt- und Klimaschutz braucht es die Gemeinden. Speziell im Mobilitätsbereich können hier Verbesserungen erzielt werden. Hier ist die Marktgemeinde Kottingbrunn ein Vorbild, wenn es darum  geht, dem Nicht-Motorisierten Verkehr einen höheren Stellenwert einzuräumen,“ so Landesrat Schleritzko.

Die Siedlung ist in den 1970er Jahren entstanden und aufgrund dichter Verbauung war das Ortszentrum nur mittels PKW zu erreichen. Um diesen Umstand endlich zu beseitigen und sie auch für den umweltfreundlichen Verkehr zu öffnen, investiert die Marktgemeinde derzeit ca. 1,1 Mio. Euro. Zur Errichtung eines Geh- und Radwegs wurde das Brückentragwerk verbreitert und eine Umfahrungsstraße anschließend an die Anzengrubergasse erbaut. Dieses Projekt ist für Bürgermeister Christian Macho eine Herzensangelegenheit: „Ziel ist es die Mobilität in der Siedlung vom PKW auch auf Mobilitätsarten des Umweltverbunds zu verlagern. So soll die Siedlung rad- und fußwegefreundlich an das örtliche Verkehrsnetz angebunden werden. Durch die Anbindung der neu errichteten Dammgasse wird auch die Vernetzung aller Alltagsradwege im Ortsgebiet und dem Wirtschaftspark möglich.“

Der Brückenbau ist ein Teilbereich des Maßnahmenbündels (Radwegelückenschlüsse, Rad- und Fußwegeleitsysteme Installation von Lastenräder und eines multimodalen Knotens,  usw.), welches als Gesamtprojekt „Stärkung umweltfreundlicher Mobilität am Beispiel der Rote-Kreuz-Siedlung“ den Landessieger des landesweiten Mobilitätswettbewerbs „Clever mobil“ 2017 stellte und mit €20.000,- seitens des Landes NÖ unterstützt wird.

Dieses Projekt wird begleitet durch das Mobilitätsmanagement Industrieviertel, welches der Marktgemeinde auch bei der Fördereinreichung für den Radwegebau behilflich ist.

 

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at