01. Oktober 2018

10 Partner aus Österreich und der Slowakei, darunter die Gemeinden Hohenau und Marchegg (im Rahmen des Vereins March.Raum), arbeiten gemeinsam am Projektziel: der Erhaltung der Natur und Lebensraumvernetzung durch Biotoppflege, an zahlreichen Umweltbildungsmaßnahmen und Naturtourismus. Am 28. September 2018 fiel in Stupava, Slowakei, mit den begeisterten Eröffnungsworten von Bürgermeister Roman Maroš und Marcheggs Bürgermeister Gernot Haupt der offizielle Startschuss zum grenzüberschreitenden Interreg-Projekt „3E Morava Nature“.

Die March stellt ein gemeinsames einzigartiges Naturjuwel Österreichs und der Slowakei dar und weist mit ihren Augebieten, Wiesen und Wäldern beiderseits des Flusses sowie dem seltenen paläontologischen Standort am Sandberg eine einzigartige Vielfalt auf. Ihre Schönheit soll nun Besuchern und Bevölkerung nähergebracht werden (trilaterales Schutzgebiet „March-Thaya-Auen“ gemäß Ramsar-Konvention).

Nachdem schon erste Aktivitäten im Projekt gesetzt wurden, geht es nun mit raschen Schritten voran: Konkret wird z.B. in Hohenau an der March ein neues Ökozentrum entstehen, als Anlaufstelle für Besucher und die naturinteressierte Bevölkerung. Es bietet Platz für Umweltbildung und eine Marchraum-Ausstellung der NÖ.Regional, die den österreichischen Partnern auch in administrativen Fragen zur Seite steht. Umweltbildung ist eine wichtige Säule im Projekt. Die Vereine Auring und March.Raum (mit seinem  Storchenhaus), bringen hier ihre Erfahrung mit Schülern und Besuchern ein. Weiters werden Wege im Naturreservat Marchegg barrierefrei umgestaltet. Besonders wichtig ist auch die Biotoppflege z.B. durch die Beweidung von Trockenwiesen in Lassee durch WUK und auf dem Sandberg in der Slowakei (BROZ). In den Partnergemeinden der Slowakei entstehen ebenfalls Umweltbildungszentren. Die Vernetzung und gegenseitige Bewerbung der Standorte beiderseits der March sollen nachhaltig zu touristischer Wertschöpfung in der gesamten Region führen.

Die Aktivitäten von 3E-Morava Nature SKAT sind bis 2020 projektiert und werden im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowakei-Österreich 2014-2020 (www. sk-at.eu/at) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Kofinanzierung in Österreich erfolgt durch das Land Niederösterreich und das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.