29. Jänner 2021

60 Student*innen der TU Wien präsentierten am 27. Jänner 2021 12 unterschiedliche Ansätze einer integrativen Entwicklungsplanung für die Stadt Wiener Neustadt und die umliegenden Gemeinden. In einer Zoom-Konferenz wurden die Ansätze, die eine Planung für die nächsten 10 bis 15 Jahre darstellen, mit Gemeindevertreter*innen diskutiert.

Während eines viertägigen Workshops vor Ort im Oktober hatten die Studierenden die Gelegenheit, die Stadtregion kennenzulernen und genau zu erkunden. In Interviews mit politischen Vertreterinnen und Vertretern der teilnehmenden Gemeinden konnten interessante Einblicke in aktuelle Planungsthemen gewonnen werden. Ausgehend von den Erkenntnissen der Analyse entwickelten die Studierenden in zwölf Arbeitsgruppen kreative Zukunftsvisionen, welche die Grundlage für räumliche Entwicklungsleitbilder mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten bildeten. Zur Konkretisierung der Entwicklungsideen wurden Maßnahmenkataloge ausgearbeitet und umsetzungsorientierte, repräsentative Leitprojekte vorgeschlagen. Unterstützt wurden die Studierenden dabei von einem interdisziplinären BetreuerInnenteam der TU Wien.

Die virtuelle Abschlusspräsentation wurde mit regem Interesse aus Politik und Zivilgesellschaft verfolgt. Der Wiener Neustädter Kultur- und Tourismusstadtrat Franz Piribauer zeigte sich begeistert von den Entwicklungsideen der Studierenden und stellte die Möglichkeit einer gemeinsamen Weiterentwicklung der Inputs in Aussicht.

Hier wurden wirklich großartige Leistungen erbracht. Neben der Auseinandersetzung mit den Themen der Raumplanung, stecken in den Arbeiten stecken bereits erste Marketingansätze. „Ich bin begeistert, ohne das Wort „Corona“ erwähnen zu wollen, wurden die Arbeiten unter erschwerten Bedingungen erstellt“, so die Regionalbetreuerin DI Gabriele Bröthaler. In den bearbeiteten Gemeinden mangelt es nicht an guten Ideen. Hier gibt es bereits sehr Vieles. Aber für eine Umsetzung braucht es immer die richtigen Personen, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit den entsprechenden Ressourcen. Wir möchten den Impuls, der hier gesetzt wurde, weiterführen und die eine oder andere Umsetzung gemeinsam erwünschter Maßnahmen/Projekte unterstützen. Die NÖ.Regional vernetzt die entsprechenden regionalen Interessen und Stakeholder und sucht entsprechende Fördermöglichkeiten. Im Sinne von Stadt&Land Mitanand wollen wir Brücken bauen und eine gemeinsame Zukunft planen.

Die Stadtregion Wiener Neustadt hat in den vergangenen Jahren nicht zuletzt aufgrund ihrer vielschichtigen räumlichen Verflechtungen mit dem Umland einen dynamischen Entwicklungsprozess erfahren. Für den nördlichen Teil der Region wurden von 60 Studierenden des Studiengangs Raumplanung und Raumordnung der TU Wien kreative Entwicklungsideen erarbeitet, welche im Rahmen einer virtuellen Abschlussveranstaltung am 27. Jänner vorgestellt wurden. Neben der Stadt Wiener Neustadt waren auch die Umgebungsgemeinden Bad Fischau, Felixdorf, Theresienfeld, Eggendorf, Zillingdorf und Lichtenwörth beteiligt. Unterstützt wurde das Projekt durch die NÖ.Regional (DI Gabriele Bröthaler) im Zuge der Kooperation von „Stadt und Land Mitanand“.