29. Oktober 2019

Am 24. Oktober 2019 erhielt Ing. Johann Hofbauer, langjähriger Obmann der Euregio Silva Nortica und Landtagsabgeordneter, die höchste Auszeichnung des Kreises Südböhmen für seine Verdienste um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Südböhmen und Niederösterreich. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs war Hofbauer unermüdlich für eine gelebte Nachbarschaft in der Grenzregion aktiv. Personell wird die Euregio Silva Nortica von der NÖ.Regional.GmbH unterstützt.

In einem sehr feierlichen und würdigen Rahmen im Schloss Hluboka anlässlich des 101. Jahrestages der Gründung der Tschechischen Republik (28. Oktober 1918) wurden 9 Personen von der Kreishauptfrau Südböhmens, Mgr. Ivana Stráská, geehrt. Acht gebürtige Südböhmer erhielten die goldene Schuppe, die ausschließlich Personen aus Südböhmen vorbehalten ist - Ing. Johann Hofbauer erhielt die höchste Auszeichnung des Kreises für Nicht-Tschechen. Vor ihm hatte bisher nur der ehemalige österreichische Botschafter in Prag, Ferdinand Trauttmannsdorff, diese Ehrung erhalten.

Die tschechische Ehrenträger sind durchwegs Personen, die sich um Südböhmen verdient gemacht haben, wie der Ex-Hockey-Spieler und –trainer Vladimír Caldr, die Direktorin von Rybka, Eva Dvořáková, der Leiter des Instituts für christliche Kunstgeschichte an der katholisch-theologischen Fakultät der Karlsuniversität, Jiří Kuthan, der Lagerverwalter der Táborer Garnison des 53. Regiments für elektronische Kriegsführung Tomáš Neškodný, der südböhmische Schauspieler Karel Roden, der in Hollywood Fuß fassen konnte (Bourne Verschwörung), der CEO und Vorsitzende des Verwaltungsrates des Krankenhauses České Budějovice, a. S. Förster und Forensiker Ivo Vicen und der Lebensretter Tomáš Neškodný, der eine Mutter und ihre beiden Kinder vor dem Ertrinken bewahrt hatte. Und der Chronist des Dorfes Černá v Pošumaví František Záhora erhielten die goldene Schuppe von Kreishauptfrau Ivana Stráská.

Ing. Hofbauer erklärte in seiner Dankesrede die Motivation sich für eine gelebte Nachbarschaft einzusetzen: „Nach der Grenzöffnung hatte ich am Hauptplatz in Gmünd eine Begegnung mit einem tschechischen Staatsbürger. Dieser fragte mich einerseits angstvoll zweifelnd und andererseits voller Hoffnung:“ Bin ich hier wirklich in Gmünd?“ Diese Hoffnung und die Möglichkeiten, die durch die Grenzöffnung entstanden sind, haben mich dazu bewogen mich für die Vertiefung der nachbarschaftlichen Beziehungen einzusetzen. Gemeinsam mit den tschechischen Obmännern der Euregio Silva Nortica, heute ist es Ing. František Štangl, haben wir uns vor allem für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, für zielführende Förderungen in den Grenzregionen wie dem Kleinprojektefonds, für die Sprachkompetenzförderung und der Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich stark gemacht. Heute können wir stolz auf ein funktionierendes Miteinander blicken.“

Den feierlichen Rahmen bildeten eine Harfistin, eine Pianistin und Tänzer. Zum Abschluss lud die Kreishauptfrau zum Empfang.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Die NÖ.Regional.GmbH setzt auch Akzente in der grenzüberschreitenden Regionalentwicklung - durch Förderberatung ebenso wie als aktiver Projektpartner. In diesem Sinne werden die dafür zur Verfügung stehenden EU-Fördermittel aus den Interreg V-A Programmen bis 2022 mit Tschechien, der Slowakei und Ungarn genutzt.