23. November 2017

Die Kleinregion Donau-Ybbsfeld strebt eine Zertifizierung als familienfreundliche Region an. Um die SozialsprecherInnen der Gemeinden auf die Zertifizierung vorzubereiten, werden Schulungsmodule initiiert. Im dritten Modul referierte Michaela Stanglauer, Pflichtschulinspektorin, am 23. November in Blindenmarkt über die Herausforderungen im Pflichtschulbereich.

Arbeitsgruppe der SozialsprecherInnen der Kleinregion samt Vortragende. © NÖ.Regional.GmbH/Kerschbaumer

Die Gesellschaft und die Anforderungen der Wirtschaft haben sich wesentlich verändert – um den Anforderungen gerecht zu werden, hat sich auch die Pflichtschule erfolgreich verändert. Im Zentrum stehen die Bildungsziele der Bildungseinrichtungen im Mostviertel, die in allen 4 Pflichtschultypen (Volksschule, Neue Mittelschule und Polytechnische Schule, Allgemeine Sonderschule) Anwendung finden:

  • Verantwortung übernehmen können und wollen
  • Achtsamer Umgang mit allen und allem
  • Kreativität und Begeisterung als Motor für Leistung und Erfolg


Neue Formen der Wissensvermittlung erfordern neue Lernumgebungen. Hier sind besonders die Gemeinden gefragt, entsprechende Ausgestaltungen im Schul- und Außenbereich für den Unterricht und die Tagesbetreuung zur Verfügung zu stellen. „Wichtig ist vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Gemeinde“, betont Michaela Stanglauer. Der Wunsch nach SozialpädagogInnen im Pflichtschulbereich, die nach Bedarf gerufen werden können, bleibt vorerst leider noch eine Vision. Sie könnten allerdings einen wesentlichen Beitrag für die Unterstützung von Kindern, Familien und auch Lehrerinnen und Lehrer leisten. Damit würden sie außerordentliche Belastungen abfedern, um der Wissensvermittlung und einem förderlichen Unterrichtsgeschehen im Pflichtschulbereich ihren eigentlichen Stellenwert wieder einzuräumen.