28. Feber 2019

Der Kulturdenkmalverein Imbach plant mit der Vorarlberger Künstlerin ein Slow-Light-Projekt für die Dominikanerinnenklosterkirche und Umgebung in Imbach bei Senftenberg umzusetzen. Um das Projekt in der Ortsbevölkerung zu implementieren, organsierte Obmann Oliver Fries am Freitag, 15. Februar 2019, eine Fahrt in die Wachau unter dem Motto "Weniger Energie, mehr Qualität".

Die Lichtkünstlerin Sigrun Appelt im Gespräch mit Oliver Fries, dem Obmann des Kulturdenkmalvereins Imbach. © NÖ.Regional.GmbH/Jilka

Die Entwicklungen im Bereich der LED-Technologie bieten die Möglichkeit, Fassaden, Plätze bis hin zu ganzen Straßenzüge spektakulär zu bespielen, das Problem der Lichtverschmutzung wird dabei weitestgehend ignoriert. Sigrun Appelt setzt mit ihrem Konzept „Slow Light“, langsames Licht, eine inhaltliche Neuorientierung, indem sie nachhaltige Formen von Licht und Beleuchtungssystemen findet. In ihren umfangreich angelegten Projekten geht es der Künstlerin um die Auseinandersetzung von künstlichem Licht und dessen Wirkung auf die Wahrnehmung des Menschen, aber auch gleichzeitig um den ressourcenschonenden Umgang. 

 Das mit Preisen ausgezeichnete „Lichtprojekt Wachau“ beinhaltet 15 Lichtinstallationen, ein Schwerpunkt wurde dabei  in der Inszenierung von Sakralbauten gesetzt. Hier konnten Energieersparnisse von bis zu 90 % zur vorhergehenden Beleuchtung erreicht werden. Das Konzept zeichnet sich durch eine Inszenierung der Architektur durch den bewussten Einsatz von Licht und Schatten aus, die Lichtfarbe ist individuell definierbar und es entsteht kein Streulicht nach oben in den Himmel.

Weitere bekannte Arbeiten von Sigrun Appelt sind unter anderem die Großinstallation im Hof des Wiener MuseumQuartiers sowie ihr Projekt für die Architektur-Biennale in Venedig. „Ich versuche in allen Projekten künstlerische Überlegungen mit wissenschaftlichen Untersuchungen, gesellschaftlichen Problemstellungen und wirtschaftlichen Entwicklungen zu verbinden“, so die Künstlerin.

Die NÖ.Regional.GmbH begleitet sämtliche Prozesse der Landesaktion „NÖ Dorferneuerung“. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Aktivierung der Bevölkerung, für den eigenen Lebensraum Verantwortung zu übernehmen. Durch einen ganzheitlichen Ansatz soll der ländliche Raum in den Bereichen Soziales, Bildung, Freizeit & Kultur, Wirtschaft, Siedeln, Bauen & Wohnen, Klimaschutz sowie Mobilität & Umwelt gestärkt werden.