06. November 2021

EU-Landesrat Martin Eichtinger: Interreg Projekt „Regional Cooperation“ unterstützt Entwicklung von grenzüberschreitende Themen zwischen Niederösterreich und der Slowakei

Hainburg an der Donau. Im Oktober 2021 trafen sich über 50 VertreterInnen aus Niederösterreich, Wien, Burgenland sowie der slowakischen Regionen Bratislava und Trnava. Diskutiert wurden dabei erste Kooperationsideen im Gesundheitsbereich für die kommende EU-Förderperiode 2021 – 2027. In Arbeitsgruppen wurden gemeinsame Möglichkeiten der Zusammenarbeit erörtert und erste Kontakte mit potentiellen ProjektpartnerInnen geknüpft. Ermöglicht hatte diesen Austausch das EU-geförderte Netzwerkprojekt „Regional Cooperation Slowakei-Österreich“ – kurz RegioCoop.

Großes Interesse von beiden Seiten besteht etwa bei medizinischen Krankenhauskooperationen, bei der Vernetzung des Rettungsdienstes, in der Ausbildung im Gesundheits- und Pflegebereich sowie der Zusammenarbeit in der Krisenbewältigung und zukünftigen Pandemievorsorge. Wie ein grenzüberschreitendes Gesundheitsprojekt funktionieren kann wurde anhand des laufenden EU-Projekts „Bridges for Birth“ zwischen dem Landesklinikum Hainburg und dem Kinderuniversitätsklinikum Bratislava aufgezeigt.

Vorbild für die zukünftigen grenzüberschreitenden Gesundheitskooperationen mit der Slowakei ist die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Tschechien. In den östlichen Grenzregionen wurde durch die niederösterreichische Initiative Healthacross die wohnortnahe Gesundheitsversorgung im ambulanten, stationären und niedergelassenen Bereich gestärkt. Mit einem bilateralen Staatsvertrag für das Rettungswesen zwischen Österreich und Tschechien ist es den Einsatzkräften im Notfall auch möglich die Grenze zu überqueren. Ereignisse wie der Tornado am 24. Juni in Südmähren und die Corona Pandemie zeigen die Wichtigkeit solch grenzüberschreitender Zusammenarbeit, die in Zukunft auch mit der Slowakei vertieft werden soll.

EU-Landesrat Martin Eichtinger: „Das Gesamtbudget dieses Projektes beträgt rund 1,07 Mio. Euro. 906.000 Euro kommen aus Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Unser Ziel ist es, die grenzüberschreitende Kooperation zwischen Gemeinden, Städten, Vereinen, Verbänden und anderen Institutionen in den Grenzregionen der Slowakischen Republik und Niederösterreich zu stärken. Das Projekt bietet dazu eine strukturierte Plattform mit einem zweisprachigen Team, Moderatoren und Dolmetschern.“

Partner im Projekt RegioCoop SK-AT sind der Kreis Trnava und Bratislava, das Regionalmanagement Burgenland und die NÖ.Regional. Als strategische Partner sind außerdem die Städte Wien und Bratislava eingebunden. Das Projekt läuft bis 31. Dezember 2022.

Christine Schneider, Geschäftsführerin NÖ.Regional: „Durch themenbezogenen Netzwerktreffen, wie dieser Roundtable ‚Gesundheit‘, führen wir potenzielle Partnerinnen und Partner zusammen um herauszufinden, ob eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit im jeweiligen Themenfeld möglich ist und Sinn macht. Den roten Faden halten in NÖ unsere EU-Beraterinnen und EU-Berater der NÖ.Regional in Händen, um messbare Ergebnisse und langfristig sichtbare Erfolge in den grenzüberschreitenden Projekten sicher zu stellen.“ Weitere Informationen: https://www.noeregional.at/regiocoop/

Das Projekt ConnReg SK-AT wird im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Slowakei – Österreich durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert und durch Mittel des Selbstverwaltungskreises Trnava, des Landes Niederösterreich, des Landes Burgenland und des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Slowakischen Republik unterstützt.