12. Oktober 2021

Pünktlich zu Schulbeginn startet auf Initiative des Mobilitätsmanagements Industrieviertel der NÖ.Regional in den Gemeinden Grimmenstein und Katzelsdorf die Aktion „SchulGehBus“ - weitere Gemeinden wollen nachziehen.

Ein "SchulGehBus" ist eine Gruppe von Kindern, die auf einer bestimmten Wegstrecke, zu bestimmten Uhrzeiten begleitet von einer Aufsichtsperson, gemeinsam zur Volksschule gehen. Nach einigen Wochen meistern die Kinder den Schulweg dann als Gruppe, aber ohne Begleitperson.

„Der SchulGehBus sorgt für einen sicheren und klimafreundlichen Schulweg. Auf diese Weise zur Schule zu kommen ist darüber hinaus noch gesund, macht Spaß und wirkt dem steigenden Hol- und Bringverkehr vor den Schulen entgegen. Gerade diese gut gemeinten Fahrten der Eltern-Taxis sorgen nämlich vor Schulen für höheres Gefahrenpotential. Mit dem SchulGehBus lernen und üben die Kinder noch dazu für die Zukunft wichtige Verhaltensregeln im Straßenverkehr einzuhalten, um auch später alleine die richtigen Entscheidungen zu treffen“, erklärt Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.

In der Marktgemeinde Grimmenstein wurden zwei Routen zur Volksschule installiert. Über die „Storchen-Route“ erreichen die Kinder aus den südlich gelegenen Ortsteilen die Volksschule sicher und bequem. Für Kinder mit einem Wohnort nördlich der Volksschule ist die „Kulmrigel-Route“ als Schulweg eine attraktive Verbindung.

In der Gemeinde Katzelsdorf wurden im Zuge der Aktion „SchulGehBus Volksschule Katzelsdorf“ sogar gleich vier Routen installiert. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Elternverein und der Volksschule wurden die vier Routen ausgearbeitet und beschildert. An insgesamt acht Haltestellen treffen sich die Kinder zu bestimmten Uhrzeiten und gehen gemeinsam zur Volksschule. Insgesamt nutzen aktuell rund 25 Kinder dieses tolle Angebot.

Außerdem soll im Laufe des nächsten Jahres auch in der Gemeinde Scheiblingkirchen ein SchulGehBus nach dem „Buddy-Prinzip“ starten. Dabei sollen die Volksschulkinder von den älteren SchülerInnen der Mittelschule zur Schule begleitet werden.

Das Projekt „SchulGehBus“ bietet sowohl für die Kinder als auch für die Eltern einige Vorteile: Die Kinder haben nicht nur Spaß und machen Bewegung an der frischen Luft, sondern steigern damit auch die Lernfähigkeit im Unterricht. Außerdem ersparen sich die betroffenen Eltern die täglichen Hol- und Bringdienste ihrer Kinder, die Zahl der Elterntaxis wird reduziert und damit zugleich die Verkehrssicherheit im direkten Schulumfeld erhöht.

Gemeinsam mit dem Regionalen Mobilitätsmanagement wird das von der NÖ.Regional konzipierte Projekt „SchulGehBus“ mit den Mobilitätsgemeinden in NÖ umgesetzt. Interessierten BürgermeisterInnen stehen die zuständigen MobilitätsmanagerInnen der NÖ.Regional beratend zur Seite.

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at