20. September 2019

Seit Schulbeginn kommen die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Gainfarn nicht mehr mit dem Elterntaxi in die Schule. Sie nutzen stattdessen den SchulGehBus, der weder mit Benzin, noch mit Strom angetrieben wird. „Die Kinder legen ihren Schulweg ganz klimafreundlich zu Fuß zurück. Dabei werden sie zu Beginn von engagierten Eltern begleitet und dabei unterstützt, sich diesen einzuprägen und auf Gefahren im Straßenverkehr zu achten“, erläutert NÖ Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH ist dem Projekt beratend und begleitend zur Seite gestanden.

Entstanden ist die Initiative – die eine Kooperation von Schule, Stadtgemeinde und dem vom Land Niederösterreich gegründeten Mobilitätsmanagement Industrieviertel ist – da immer mehr Kinder mit dem Auto in die Schule gebracht werden. Im Rahmen einer Verkehrsberatung des Land NÖ zum Schulumfeld wurden vom Mobilitätsmanagement Industrieviertel mehrere Maßnahmen entwickelt, um die Kinder gesichert in die Schule gehen zu lassen. Neben sogenannten „Elternhaltestellen“ wurde deswegen in 1-jähriger Planungs- und Umsetzungsphase ein SchulGehBus ins Leben gerufen. Es ist der Erste dieser Art im Land Niederösterreich.

Insgesamt wurden zwei Linien eingerichtet – die Berg- und die Bachlinie – wo entsprechende Haltestellen als Sammelpunkte über den Sommer errichtet wurden, damit die Volksschulkinder dann gemeinsam und sicher ihren Schulweg bewältigen. Dafür hat das Mobilitätsmanagement Industrieviertel aus allen potenziellen Schulwegen, bei einer gemeinsamen Begehung mit der Volksschuldirektorin sowie VertreterInnen des Elternvereins und der Stadtgemeinde Bad Vöslau die sichersten Verbindungen (mit Rücksichtnahme auf Querungen, Einhaltung von Sichtachsen, etc.) herausgefiltert. In zukünftiger Planung ist ein Schulwegplan in Kooperation mit dem AUVA, wo sowohl die Elternhaltestellen als auch die SchulGehBus-Stationen eingezeichnet werden.

 „Gerade solche Aktionen haben eine große Wirkung auf die Bevölkerung im Ort. Sie wecken Interesse und motivieren Eltern und Kinder gleichermaßen sich zu beteiligen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf die schulischen Leistungen und die Gesundheit aus, sondern sorgt auch für ein besseres Klima im Schulumfeld. Auch andere Gemeinden sollten diesem Beispiel folgen – unsere Mobilitätsmanagerinnen und -manager in den Hauptregionen unterstützen gerne – denn nur miteinander können wir die Mobilität im Land Niederösterreich umweltfreundlich gestalten“, so Schleritzko.

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at