28. August 2020

Flexible Lösungen und Lückenschlüsse für den öffentlichen Verkehr gewinnen zunehmend an Bedeutung. Ein Regionales Anrufsammeltaxi kann in manchen Regionen eine Lösung sein. Ob dies in der Kleinregion Ybbstal bzw. im Großen Erlauftal auch passend sein könnte, wollten BürgermeisterInnen und GemeindevertreterInnen am 25. August 2020 im Rahmen einer Exkursion ins Weinviertel herausfinden. Organisiert wurde der Erfahrungsaustausch durch das Mobilitätsmanagement-Team der NÖ.Regional.

Am 25. August reiste eine Delegation von Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und weiteren Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern aus dem Mostviertel für eine ganztägige Exkursion ins Marchfeld, um das dort seit 2019 erfolgreich laufende Projekt des Regionales Anrufsammeltaxis (AST) „Marchfeld mobil“ kennen zu lernen. Ziel der Veranstaltung war es, unmittelbare Einblicke in ein solches „bedarfsorientiertes Mobilitätsangebot“ zu erhalten, das den öffentlichen Verkehr gerade im ländlichen Raum und zu Randzeiten ergänzen kann.

„Vor allem ländliche Regionen brauchen flexible Lösungen um einen Lückenschluss in Mobilitätsketten sicherzustellen“, so Mobilitätsmanager Bernhard Zehetgruber der NÖ.Regional. Bürgerinnen und Bürger können bequem per APP oder Telefon-Hotline ihre Fahrten buchen und werden beim gewünschten Haltepunkt abgeholt, mobilitätseingeschränkte Personen auch direkt bei der Haustüre. „Somit kann das Regionale Anrufsammeltaxi ein wichtiger Teil der Mobilitätsgrundversorgung sein - vor allem auf der sogenannten „letzten Meile“ bspw. vom Bahnhof nachhause. Für viele Menschen wird dadurch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verbessert oder sogar überhaupt ermöglicht“, so Bernhard Zehetgruber, NÖ.Regional.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom Regionalen Mobilitätsmanagement Mostviertel der NÖ.Regional, in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Mobilitätsmanagement Weinviertel und der Region Marchfeld. Für die spannenden Erfahrungsberichte und Hintergrundinformationen standen Beraterinnen und Berater der NÖ.Regional, Personen aus der Praxis, Bürgermeister LAbg René  Lobner aus der Stadtgemeinde Gänserndorf sowie die beiden Bürgermeister Roman Bobits und Josef Reiter der Gemeinden Lassee und Engelhartstetten zur Verfügung.   

Abgerundet wurde das Programm durch eine Testfahrt mit dem AST zum beliebten Ausflugsziel Schloss Hof.

Die Erkenntnisse aus dem AST „Marchfeld Mobil“ sollen den Projektbemühungen im Ybbs- und Erlauftal einen frischen Wind geben. „Ein Praxisaustausch ist für unsere Region eine gute Gelegenheit über den Tellerrand zu blicken und von guten Beispielen aus der Praxis zu lernen.“ so Kleinregionssprecher Bürgermeister Werner Krammer der Stadtgemeinde Waidhofen. „Ein Grobkonzept ist für unsere Region bereits vorhanden. Jetzt gilt es die nächsten Schritte zur Umsetzung einzuleiten.“
 

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at