13. Juni 2017

13 Gemeinden im Raum Amstetten bemühen sich um ein verbessertes Radwegenetz, das Radfahren im Alltag erleichtern soll. Ein detaillierter Lokalaugenschein der vorhandenen Radwege und eine Analyse der wichtigsten Streckenpunkte wurde vorgenommen. Nun beginnt die Planungsphase.


Nach dem RADLgrundnetz Raum Waidhofen soll nun im Mostviertel das zweite RADLgrundnetz, diesmal im Raum Amstetten, geplant werden. Ziel dieser Projekte ist die Entwicklung eines Radnetzes, welches das Rückgrat für den Alltagsradverkehr in Niederösterreich bilden soll. Dieses Netz soll attraktiv und möglichst direkt von den meistbewohnten Siedlungen zu den am häufigsten gewünschten Zielen (Arbeitgeber, Schulen, Bahnhöfe, Einkäufe, gesundheitliche Versorgung, Behörden, Freizeit, Sport und Kultur) der RadlerInnen führen. Über eine Distanz bis zu 7,5 km sollen auch wichtige Ziele der Nachbargemeinden im Alltag erreicht werden können.

Die teilnehmenden Gemeinden des RADLgrundnetzes Raum Amstetten sind: Allhartsberg, Amstetten, Ardagger, Blindenmarkt, Euratsfeld, Ferschnitz, Kematen/Ybbs, Neuhofen an der Ybbs, Oed-Öhling, St. Georgen am Ybbsfelde, Viehdorf, Winklarn und Zeillern.

Auftraggeber und Förderer dieses Projektes sind die Abteilungen RU7 und ST3 des Landes NÖ. Die Projektleitung obliegt dem Kuratorium für Verkehrssicherheit, genauer gesagt, DI Bernd Hildebrandt. Dieser war nun sechs Tage lang in der Region und hat in Gesprächen mit den Gemeinden den Bestand des derzeitigen Verkehrsnetzes, Hauptsiedlungen, Hauptziele, Pläne und Wünsche der Gemeinden erhoben. Organisatorisch unterstützt und begleitet wurde er dabei von Mag. Irene Kerschbaumer von der NÖ.Regional.GmbH. Die beiden befuhren beim Lokalaugenschein über 150 km der Strecken mit dem Rad und ein Vielfaches davon mit dem Auto.

DI Hildebrandt wird nun in den nächsten Wochen alle Ergebnisse dieser Bereisung in eine Grobplanung einfließen lassen unter Berücksichtigung der definierten Qualitätsstandards für das RADLgrundnetz. Im untergeordneten Verkehrsnetz kann es durchaus einen Mischverkehr mit Rädern und Autos geben. Auf Hauptverkehrsrouten wird jedoch eine Trennung von Rad- und Autoverkehr erforderlich sein, um die Sicherheit der RadfahrerInnen und deren Wohlgefühl zu gewährleisten. Ein Hauptaugenmerk wird auch auf den Lückenschluss bestehender Radrouten gelegt. Besondere Herausforderungen sind dabei die gegebene Topographie sowie bauliche Problem- und Engstellen.

Das Ergebnis dieser Grobplanung wird den teilnehmenden Gemeinden im Herbst präsentiert. Kerschbaumer wird den Gemeinden auch im Folgenden koordinierend zur Seite stehen, damit weitere Schritte, Detailplanung und bauliche Umsetzungen der Grobplanung folgen können.

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.


Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert