23. November 2016

Das Zentrum zukunftssicher zu entwickeln steht in der Marktgemeinde Alland im nun gestarteten Entwicklungsprozess im Fokus. Die geplante Vorgehensweise des Projektes „Zentrumsentwicklung und Dorferneuerung“ wurde kürzlich im Gemeindesaal präsentiert. Die positive Resonanz der vielen Anwesenden bestätigte, dass der nun eingeschlagene Weg, vielversprechende Perspektiven bietet.

Zentrumsentwicklung, das bedeutet, im Dialog zwischen Gemeinde und EigentümerInnen betroffener Liegenschaften, eine gemeinsame Vorgehensweise, Strategie, Ziele und Maßnahmen zu entwickeln. Es gilt, den meist ökonomisch und demographisch bedingten Leerstand bei Wohn- und Geschäftsgebäuden oder landwirtschaftlichen Hofstellen im Zentrum bzw. in angrenzenden Bereichen als Chance zur Veränderung zu nutzen. Mit dem Projekt „ZentrumsEntwicklung“ soll es nachhaltig gelingen, leerstehende Gebäude oder Wohnungen sowie unbebaute Grundstücke im Zentrum wieder neu zu beleben. 

In Vorgesprächen wurde erkannt, dass die Ortskernentwicklung in engem Zusammenhang mit der gesamten Gemeindeentwicklung steht. Es ist konkret geplant, eine überparteiliche Strategiegruppe zu gründen die sich dann der Entwicklung eines Leitbildes, der Definition von Strategien und Maßnahmen und die Begleitung der Umsetzungen widmen soll. 

Um herauszufinden, was sich die Bevölkerung vom eigenen Ortszentrum wünscht und was das Ortszentrum „können soll“, ist die Meinung und das Wissen der örtlichen Bevölkerung und direkt Betroffenen ebenfalls von großem Nutzen und Wert. Entsprechend sollen im engen Dialog mit der gesamten Ortsbevölkerung umfassende Themen- und Schwerpunkte ausgearbeitet werden, die allesamt einer positiven Gemeindeentwicklung dienen sollen und können. Die Möglichkeit des Mitredens und Mitentscheidens soll auch eine stärkere Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Ortszentrum bewirken. Da die Belebung des Ortskerns also unmittelbar mit der gesamten Gemeindeentwicklung steht, sind eigene Workshops mit der örtlichen Bevölkerung geplant, ganz im Sinne einer Dorferneuerung. 

Gemeinsam soll ein Netzwerk aufgebaut werden, um GemeindepolitikerInnen, Verwaltung, Wirtschaftstreibende und HauseigentümerInnen bestmöglich zusammen zu bringen. Als externe Betreuer stehen DI Gabriele Bröthaler und DI Alexander Kuhness von der NÖ.Regional.GmbH beratend und begleitend zur Seite.

Der gesamte Entwicklungsprozess ist als transparenter Prozess mit kontinuierlicher Öffentlichkeitsarbeit angelegt. Bewusstseinsbildung nach Innen und Außen sowie die Einbindung aller relevanten AkteurInnen sind zentrale Elemente. Sehr wichtig in diesem Prozess ist die erwähnte, tatkräftige und aktive Arbeitsgruppe, die sich vor Ort auskennt, anpackt und andere „mit ins Boot“ holt. Die Kombination einer Zentrumsentwicklung mit einer Dorferneuerung ist in NÖ einmalig! Mit Anfang 2017 sollen Zentrumsentwicklung und Dorferneuerung in Alland gelebte Realität werden! 

Die NÖ.Regional.GmbH begleitet sämtliche Prozesse der Landesaktion „NÖ Dorferneuerung“. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Aktivierung der Bevölkerung, für den eigenen Lebensraum Verantwortung zu übernehmen. Im Rahmen von Bürgerbeteiligungsprozessen werden Projekte entwickelt und umgesetzt, die in einem vorangegangenen Leitbildprozess enthalten sind. Durch einen ganzheitlichen Ansatz soll der ländliche Raum in den Bereichen Soziales, Bildung, Freizeit & Kultur, Wirtschaft, Siedeln, Bauen & Wohnen, Klimaschutz sowie Mobilität & Umwelt gestärkt werden.