03. Mai 2017

Ein viertel Jahrhundert Dorferneuerung! Unter diesem Motto stand die Generalversammlung der Dorferneuerungsvereines „Club Großotten“ im Bezirk Gmünd. Die beiden großen Themen der Dorferneuerung in Großotten sind seit der Gründung im Jahr 1992 das Ortsbild sowie die Förderung des sozialen Zusammenhalts im Ort.

Bei der gut besuchten Sitzung konnte eine äußerst positive Bilanz der letzten Jahre gezogen werden. Der bisherige Obmann Johannes Grübl resümierte, dass seitens des Dorfclubs alleine in den vergangenen 6 Jahren ca. 13.000,- € in ortsbildfördernde Maßnahmen investiert wurden. So wurde u.a. eine fast durchgängige Steinmauer im „Oberort“ gebaut, das Buswartehaus saniert und der Innenraum der Dorfkapelle zum Schutz vor holzschädigenden Insekten fachmännisch begast. Seit der Gründung im Jahr 1992 wurden u.a. der Dorfplatz von Grund auf umgebaut, die kunsthistorisch wertvolle Kapelle innen und außen fachmännisch renoviert und nach den Kanalarbeiten 2008 die Ortsdurchfahrt neu gestaltet. Die Dankesworte des bisherigen Obmannes ergingen an die ganze Dorfgemeinschaft für die Mithilfe bei den zahlreichen Projekten und Aktivitäten sowie an die Marktgemeinde Großschönau für die langjährige gute Zusammenarbeit. 

Der Dorfclub Großotten veranstaltet außerdem zahlreiche Aktivitäten im Jahresverlauf, z.B. das Maibaumsetzen, einen jährlichen Dorfausflug oder das Kirtagbaumsetzen im August. Weiters wurde im Laufe der Jahre der alte Brauch des Herbergsuchens sehr erfolgreich wiederbelebt. Eine nur in Großotten existierende Tradition ist der sogenannte „Häuserleutkauf“: Diese urige Abendveranstaltung findet etwa alle 6 Jahre statt und dabei verlangt es der althergebrachte Brauch, dass sämtliche neu hinzugekommene Hausbesitzer im Ort für Brot und Wein aufkommen müssen. 

Unter der Organisation des Club Großotten findet außerdem zweimal im Jahr ein Dorfputz statt und auch die Dorfkapelle wird gemeinsam in Schuss gehalten und mit Andachten, Kreuzwegen und Messen auch nach wie vor sehr intensiv genutzt.

Bei der Generalversammlung wurde Claudia Koppensteiner einstimmig zur neuen Obfrau gewählt, weiters konnten auch alle anderen Vorstandspositionen (außer dem Kassieramt) neu besetzt werden. Die neue Obfrau wünscht sich weiterhin eine gute Dorfgemeinschaft aller „OttingerInnen“ und bat die Bevölkerung um aktive Mithilfe bei den Club-Aktivitäten.

Die NÖ.Regional.GmbH begleitet sämtliche Prozesse der Landesaktion „NÖ Dorferneuerung“. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Aktivierung der Bevölkerung, für den eigenen Lebensraum Verantwortung zu übernehmen. Im Rahmen von Bürgerbeteiligungsprozessen werden Projekte entwickelt und umgesetzt, die in einem vorangegangenen Leitbildprozess enthalten sind.
Durch einen ganzheitlichen Ansatz soll der ländliche Raum in den Bereichen Soziales, Bildung, Freizeit & Kultur, Wirtschaft, Siedeln, Bauen & Wohnen, Klimaschutz sowie Mobilität & Umwelt gestärkt werden.