02. April 2019

Das Projekt „Digital, gesund altern“ der Kleinregion Waldviertler Kernland wurde mit einer Auftaktveranstaltung am 29. März in Ottenschlag offiziell gestartet. Die Region mit 14 Gemeinden wird in den nächsten zweieinhalb Jahren das Projekt umsetzen, begleitet und untestützt von der NÖ.Regional.GmbH

Projektteam und Referenten der Auftaktveranstaltung "Digital, gesund altern", v.l.: Seniorenobmann Ernst Sinnhuber, Doris Maurer, Regionalmanager Josef Strummer, Anna Krappinger, Paul Schachenhofer, Thomas Wernbacher, Natalie Denk, Angela Fichtinger, Franz Kolland und Kernlandobmann Robert Hafner. © Foto: Dieter Holzer

Das Projekt „Digital gesund altern“ richtet sich an die Zielgruppe 60+ und soll ein nachbarschaftliches Miteinander, eine autonomes Leben von älteren Menschen durch Vernetzung und Anwendung neuer Kommunikations- und Unterstützungsmöglichkeiten in Form von digitaler Technologie in der Praxis erproben. Eine große finanzielle Unterstützung kommt dafür vom Fonds gesundes Österreich im Rahmen der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft“. Mit dabei sind auch die Donauuniversität Krems, das Forum Erwachsenenbildung Österreich und die NÖ Regional, die für die Projektkoordination und Dokumentation verantwortlich ist. Das Projekt wird von drei Säulen getragen.

  • Erste Säule: Aufbau eines Netzwerkes von ehrenamtlichen Trainern und Trainerinnen, welche die Zielgruppe individuell bei der Anwendung von Smartphones, Tablets und Apps unterstützen wird.
  • Zweite Säule: Förderung der Gesundheitskompetenz der älteren Menschen durch Anwendung einer App, welche gemeinsam mit den potentiellen Anwendern und Anwenderinnen entwickelt wird. Sie soll durch spielerische und aktivierende Elemente zu einem gesundheitsbewussteren Verhalten anregen.
  • Dritte Säule: Treffen zur stärken Vernetzung und Austausche aller Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch, Beratung durch die ehrenamtlichen Trainer bei der Einführung in die App sowie Vorträge durch Experten.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde die Rahmenbedingungen an Hand eines persönlichen Erfahrungsberichtes von Nationalrat Angela Fichtinger vorgestellt. Der Schrittezähler am Handy erinnert sie immer wieder, dass sie noch viel zu wenig aktiv war. Anna Krappinger stellte als Leiterin der Initiative „Auf gesunde Nachbarschaft“ den Fonds gesundes Österreich vor. Der Fonds beschäftigt sich mit Gesundheitsförderung auf allen Ebenen. Der Soziologe und Gerontologe Universitätsprofessor Franz Kolland hielt danach einen sehr launigen und informativen Impulsvortrag über das Altern in der Zukunft.

Thomas Wernbacher und Natalie Denk von der Donauuniversität Krems werden gemeinsam mit den Teilnehmern des Projekts eine App entwickeln. Das Forum Erwachsenenbildung wird die vorgesehenen Schulungen und Seminare durchführen. Doris Maurer, die Geschäftsführerin des Waldviertler Kernlands stellte die nächsten Schritte in der Umsetzung vor. Im April starte die Schulungen der ehrenamtlichen Trainer. Gleichzeitig soll von den Wissenschaftlern der Donauuniversität unter Mitwirkung der Region die App entwickelt und in Umsetzung gebracht werden.

„Kleinregionen“ sind Plattformen, die rasche Abstimmung und Informationsaustausch zwischen Gemeinden und Land ermöglichen und mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag in der Regionalentwicklung leisten. Die NÖ.Regional.GmbH serviciert Kleinregionen und berät sie bei jeglichen kleinregionalen Aufgabenstellungen. Gemeinsam suchen wir nach regionalen, passgenauen Lösungen.