02. Juni 2017

Im Rahmen der Exkursionsreise unter dem Titel "Formen und Projekte grenzüberschreitender Zusammenarbeit" besuchten 33 Teilnehmerinnen aus der österreichisch-ungarischen Grenzregion von 1.-2. Juni 2017 den Raum Kärnten und Friaul-Julisch-Venetien.

Einen Blick in eine andere Grenzregion zu werfen und die dortigen Projekte und Organisationsformen grenzüberschreitender Kooperationen kennen zu lernen, das war das Ziel der ConnReg AT-HU Exkursion 2017. 

In Bad Kleinkirchheim berichteten LEADER Managerin Christine Sitter und Bgm. Matthias Krenn über das Interreg Alpin Space Projekt "Co.N.S.E.N.So". Ein Projekt, das das alt werden zu Hause behandelt. Ein generelles Schwerpunktthema der Region Nockberge-Oberkärnten ist der demografische Wandel - bereits seit Jahren beschäftigt man sich intensiv damit. So wurden u.a. Demografiebeauftragte eingesetzt. 
Eine besondere Kooperationsform betreibt die LEADER Region Hermagor, gemeinsam mit Regionen aus Pontebba und Tolmezzo. Die 3 Regionen arbeiten im Rahmen des Interreg AT-IT geförderten CLLD Ansatzes zusammen und nennen sich CLLD HEurOpen. (CLLD = Community-Led Local Development, dt. „Lokale Entwicklung unter der Federführung der Bevölkerung“) Eine grenzübergreifende Entwicklungsstrategie bildet den Rahmen für förderbare Klein- und Mittelprojekte, erläuterte LEADER Manager Friedrich Veider. 
Eine Einrichtung mit Interreg AT-IT Erfahrung ist der Geopark Karnische Alpen mit Besucherzentrum in Dellach/Gail. Die Region ist die reichste Fossilregion des Erdaltertums im Alpenraum und seit November 2015 ein UNESCO Global Geopark. Fasziniert waren die Besucherinnen von den Schilderungen über die tonnenschweren Fossilgesteine oder das tiefblaue Meerauge in Tröpolach. Gerlinde Ortner erläuterte einerseits die Grundzüge eines Geoparks und andererseits über das aktuelle Projekt GeoTrAC AT-IT, dessen Zielsetzung die Schaffung eines grenzübergreifenden Geoparks ist. 
Nach einer Nächtigung direkt auf dem Nassfeld nahmen sich Walter Zerza und seinen Kollegin Veronika Zauner von der Stadtgemeinde Hermagor Zeit, um über grenzüberschreitende Aktivitäten aus Vergangenheit und Gegenwart zu berichten. Darunter: ein grenzüberschreitendes Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsprojekt mit der Gemeinde Pontebba und zahlreiche Projekte im touristischen Bereich.
Gegen Mittag erfolgte die Weiterfahrt nach Tarvis, wo Frau Sara vom Tourismusbüro den prämierten Ciclovia Alpe-Adria-Radweg (Salzburg-Kärnten-Italien) vorstellte. Dieser verläuft teilweise auf einer alten Bahnstrecke, im Zuge dessen auch der alte Bahnhof von Ugovizza als Jausenstation umfunktioniert wurde. Von dort aus trat die Exkursionsgruppe wieder die Heimreise an. 

Die Teilnehmerinnen wurden von den Gastgebern in Kärnten und Italien herzlich aufgenommen und man freut sich bereits auf ein Wiedersehen im Grenzraum Österreich-Ungarn. 

*Das Projekt ConnReg AT-HU wird im Rahmen des EU-Förderprogrammes INTERREG V-A Österreich-Ungarn durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.