02. November 2020

Am 14. Oktober wurde in Gloggnitz Bilanz gezogen: die regionsübergreifende Arbeitsgruppe, in der sechs NÖ Gemeinden und zwei steirische Gemeinden kooperieren, evaluierte den mittlerweile 10 Jahre alten Managementplan. Eine der Strategien, die in Zukunft verfolgt werden soll ist, dass die Semmeringbahn nicht nur als touristische Attraktion, sondern als für die Bevölkerung nutzbares Alltagstransportmittel bestehen bleiben soll.

Die LEADER-Region NÖ-Süd und die Obfrau der Welterberegion Semmering-Rax Bgm. Irene Gölles luden in den Stadtsaal Gloggnitz eine regionsübergreifende Arbeitsgruppe zusammen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen über die Umsetzung des seit 10 Jahren bestehenden Welterbe Semmeringbahn-Managementsplans. Die Semmeringbahn, deren Strecke von Carl Ritter von Ghega erbaut wurde, ist bereits seit 1998 in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen. Sechs Gemeinden der Kleinregion Weltkulturerbe-Region Semmering-Rax und zwei Gemeinden auf der steierischen Seite befinden sich im Welterbegebiet. Vor 10 Jahren wurde dann ein Managementplan für das Welterbe Semmeringbahn erarbeitet.

VertreterInnen der Gemeinden in NÖ, der Kulturabteilung des Landes NÖ, des Vereins Freunde der Semmeringbahn, der NÖ.Regional, der Kleinregion Welterberegion Semmering-Rax sowie der Tourismusdestination Wiener Alpen und des Tourismusverbandes Semmering-Rax-Schneeberg resümierten was seit Erstellung des Managementplans passiert ist und welche Projekte umgesetzt wurden. Zudem hat sich die engagierte Gruppe zum Ziel gesetzt, gemeinsam festzulegen, wie die Welterbe Region bis 2025/27, also bis zur Fertigstellung des Semmering-Basistunnels, entwickelt werden soll. Alle Teilnehmer waren sich darüber einig, dass im Sinne einer nachhaltigen und zeitgemäßen Entwicklung des kulturellen Erbes Semmeringbahn, alle an einem Strang ziehen müssen. Es braucht das Engagement und die Beteiligung aller Gemeinden und AkteurInnen!

Ein konkreter Vorschlag war ein Umsetzungskonzept für Mobilität in der Region, das sowohl den Tourismus-Verkehr als auch den Nahverkehr für die Bevölkerung berücksichtigt. „Die Semmeringbahn soll in Zukunft nicht nur eine Tourismusattraktion für BesucherInnen aus aller Welt sein, sondern ein Verkehrsmittel der Region bleiben.“, lautete der Tenor.

„Nun gilt es konkrete Lösungsmöglichkeiten für die Realisierung von Projekten zu vereinbaren und ein Treffen mit den KollegInnen aus der Steiermark zu organisieren.“, skizziert Irene Gölles die nächsten Arbeitsschritte.

Die NÖ.Regional unterstützt im Rahmen der Kleinregionsbetreuung den gesamten Prozess organisatorisch und hilft bei der Vernetzung der regionalen Akteure sowie bei der bundesländerübergreifenden Arbeitsgruppe Semmering.

„Kleinregionen“ sind Plattformen, die rasche Abstimmung und Informationsaustausch zwischen Gemeinden und Land ermöglichen und mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag in der Regionalentwicklung leisten. Die NÖ.Regional serviciert Kleinregionen und berät sie bei jeglichen kleinregionalen Aufgabenstellungen. Gemeinsam suchen wir nach regionalen, passgenauen Lösungen.