22. Mai 2018

Sparbach ist ein idyllisches Dorf. Mit vielen Obstbäumen – vor allem Apfelbäumen. Und im Herbst war es wie überall das Gleiche: die Äpfel verrotteten als Fallobst am Boden. Bis der lokale Dorferneuerungsverein eine wunderbare Gemeinschaftsaktion startete, die in den ersten „Dorf-Apfelsaft“ mündete. Der Sparbacher Apfelsaft ist mittlerweile eine Eigenmarke, die in den Regalen der Nahversorger erhältlich ist.

In fast jedem Garten in Sparbach steht ein Apfelbaum. Das brachte Sabine Bauer, Obfrau des Dorferneuerungsvereins Sparbach, schon früh auf die Idee „Äpfel aus dem Dorf - für das Dorf“ zu  verwerten und Sparbach zu einem Apfeldorf zu entwickeln.

Schon dagewesen. Mohn, Dirndl, Hanf, Apfel… wo liegt hier die Innovation? Die liegt im Gemeinschaftsgedanken, im Zusammenhalt im Dorf. Nicht ein Einzelunternehmen, kein Landwirt produziert und vermarktet den Saft. Das macht die Dorfgemeinschaft, der Dorferneuerungsverein. Gemeinsame Ernte, Produktion von Apfelsaft, Abfüllung und ansprechende Verpackung sind der eine Teil. Parallel dazu ging es auch um die Schaffung eines Bewusstseins für die Einzigartigkeit und Qualität dieses lokalen Produktes, damit der Apfelsaft im eigenen Ort und darüber hinaus seinen Absatz findet. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass bei allen Veranstaltungen im Ort nur der eigene Apfelsaft ausgeschenkt wird.

Alles rund um den Apfel, von Veranstaltungen, Feste, Dekorationen bis zu  den Kochbüchern und den Geschichten, die mit dem Apfel zusammenhängen wird geplant und gemacht. Am Sparbacher Apfelkirtag, der jährlich stattfindet, werden die besonderen Köstlichkeiten präsentiert.

Die NÖ.Regional begleitet sämtliche Prozesse der Landesaktion „NÖ Dorferneuerung“. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Aktivierung der Bevölkerung, für den eigenen Lebensraum Verantwortung zu übernehmen. Durch einen ganzheitlichen Ansatz soll der ländliche Raum in den Bereichen Soziales, Bildung, Freizeit & Kultur, Wirtschaft, Siedeln, Bauen & Wohnen, Klimaschutz sowie Mobilität & Umwelt gestärkt werden.