28. Februar 2018

Die LEADER-Region Kamptal präsentierte kürzlich ein Grobkonzept für ein Anrufsammeltaxi-System, das die Lücken im Öffentlichen Verkehr schließen und ein dichteres und persönlicheres Angebot gewährleisten soll. Die Gemeinden haben nun die Möglichkeit gemeinsam mit LEADER in die Detailplanungen zu gehen. Das Mobilitätsmanagement war von Anfang an dabei und unterstützt die Planungen.

Lengenfeld, 2018 – Ende Februar 2018 trafen sich die VertreterInnen der Leader-Region Kamptal um über ein neues Anrufsammeltaxi zu diskutieren. Dazu wurde ein Grobkonzept erarbeitet, das zwei Umsetzungsvarianten vorsieht: Fahrten nur an Wochentagen und bei der zweiten Variante zusätzlich Fahrdienste an Wochenenden. Das Konzept basiert auf dem Modell „IST-Mobil“, bei dem regionale Bus- und Taxiunternehmen Kurzstreckenfahrdienste und Fahrten zu größeren Verkehrsknotenpunkten übernehmen. Das Tarifsystem basiert auf Zonen, wobei die Fahrt innerhalb einer Zone € 2,20 kostet und für eine Fahrt in eine andere Zone zusätzlich € 1,10 Euro zu bezahlen ist. Wenn die Planungen erfolgreich laufen, könnte die neue Verkehrsmöglichkeit ab Spätherbst 2018 ihren Betrieb aufnehmen.

LAbg. Josef Edlinger, Obmann der Leader-Region Kamptal: „Ein funktionierender Öffentlicher Verkehr ist eine wesentliche Voraussetzung für die Lebensqualität in den 27 Mitgliedsgemeinden der LEADER-Region Kamptal. Um zukünftig eine mobile öffentliche Grundversorgung sichern zu können, arbeiten wir an einem alternativen, kleinräumigen Mobilitätsangebot – dem Modell IST-Mobil. 2 Umsetzungsvarianten liegen vor und wir werden in den nächsten Wochen klären, welche Gemeinden Interesse an einer Umsetzung haben“.

ISTmobil ist ein Anruf-Sammel-Taxi-System für die „letzten Kilometer“, dass durch regionale Taxi- und Busunternehmen durchgeführt wird. Gehalten wird an speziell ausgewiesenen Sammelpunkten. Die Fahrtenkoordination erfolgt über eine softwarebasierende Zentrale.

„Wenn geklärt ist, welche Gemeinden Interesse am alternativen Anruf-Sammel-Taxi haben, geht es an die Detailplanung“, informiert Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin der Leader-Region Kamptal. „Dafür werden Haltepunkte, Betriebszeiten und Anschlüsse zu den derzeitig bestehenden Bussen und Zügen mit VertreterInnen der Gemeinden erarbeitet und Fördermöglichkeiten ausgelotet.“

„Das Wissen und die Kenntnisse der lokalen Herausforderungen von unseren Mobilitätsbeauftragten werden die Planungen zum IST-Mobil Kamptal positiv beeinflussen“, ist Mobilitätsmanager Martin Frank überzeugt. „Unser Ziel ist es bis Mitte 2018 einen umsetzungsreifen Maßnahmenplan in Händen zu halten, der ab Spätherbst umgesetzt wird.“, ergänzt Obmann Edlinger.

LEADER ist eine Förderinitiative der Europäischen Union, die ländliche Regionen in Ihrer Entwicklung unterstützt. LEADER fördert Aktivitäten, Projekte und Kooperationen – zum einen durch fachspezifische kostenlose Beratungen durch das Leader-Management und zum anderen durch Fördergelder von EU, Bund und Land.

Das "Mobilitätsmanagement" ist ein Service der NÖ.Regional.GmbH. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

 

Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional.GmbH wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert
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