04. November 2019

Das schon fünfte Projektpartnertreffen fand diesmal in Vitis im Waldviertel am 17. Oktober 2019 statt. Teilgenommen haben die VertreterInnen aller Partnerorganisationen aus Tschechien und Österreich des Projektes ConNat ATCZ.

Bereits in der vierten Abrechnungsperiode befindet sich das Projekt und entsprechend weit fortgeschritten sind die Bearbeitungen innerhalb der vier thematischen Arbeitspakete. Betreffend grenzüberschreitender Wildtierkorridore und Lebensraumvernetzung wurde die gemeinsame Karte der Wildtierwanderkorridore finalisiert und die nächsten Schritte zur Erstellung eines gemeinsamen Aktionsplanes vereinbart. Auf österreichischer Seite konnte von der Vergabe der externen Bearbeitung der Engstellen entlang der Korridore in NÖ berichtet werden.

Neben der Erhebung der Ist-Zustände in 64 Mooren, den hydrologischen Messungen und Planungen für Moor-Renaturierungen fanden im Arbeitspaket zum grenzüberschreitenden Schutz und Maßnahmen für die Moore auch zwei Projektpartner-Exkursionen statt. Sie brachten einen großen Mehrwert an Wissen über Moore und deren Verbesserung bzw. Erhaltung. Im Oktober fand im Waldviertel außerdem ein zweitätiges grenzüberschreitendes Work-Camp mit Jugend und Freiwilligen zur Moorpflege statt. Moorrenaturierungen werden für das österreichische Bummer Moos, das Haslauermoor und die Gemeindeau angestrebt. Auch im Moorgebiet von Tschechien gibt es Erfolge bezüglich der Renaturierung zu berichten, so zum Beispiel bezüglich dem Moor Branna in der Nähe von Třeboň.

Der Nationalpark Thayatal-Podyji hat nun doch einen Experten für Pilzkartierungen ausfindig gemacht, sodass die Erfassung starten kann. Spannend wird der Vergleich zwischen alten Erhebungen der potentiellen Waldvegetation mit dem nun neu kartierten Ist-Zustand.

Entsprechend des Auftrags zur Öffentlichkeitsarbeit wurde eine Wildtierkatzenausstellung im Nationalpark eingerichtet. Auch wird im nächsten Jahr eine internationale Wildtierkatzenfachtagung stattfinden.

Vom erfolgreichen Treffen im Juni zum Thema „Landschaftsmatrix“ („Lebensraumvernetzung“) konnte von der vierten Arbeitsgruppe berichtet werden. Ebenso vom aktuellsten Fachaustausch in Třeboň am 3. Oktober 2019 mit dem regional bedeutenden Fachthema „Schutzgebietsmanagement Teiche“.

Besonders hat das Organisationsteam der NÖ.Regional bei diesem Zusammentreffen die rege Teilnahme der tschechischen Partner gefreut, was die wertschätzende grenzüberschreitende Zusammenarbeit gut abbildet.

 

Die Aktivitäten von Connecting Nature ATCZ sind bis 2020 projektiert und werden im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Österreich – Tschechische Republik 2014-2020 (www. at-cz.eu/at) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Kofinanzierung in Österreich erfolgt durch das Land Niederösterreich und das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.
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