06. April 2021

Gemeinsam mit den BürgermeisterInnen wird an einem regionsweiten Konzept „Klimacheck für potentielles Bauland“ gearbeitet.

Auf regionaler Ebene sind bereits verschiedene Konzepte zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel im Zuge des KLAR Programms mit Unterstützung der NÖ.Regional erstellt worden. Beim 2. Raumplanungsworkshop im März haben sich die drei Experten und alle 7 Gemeinden intensiv mit dem Thema „Siedlungsraumentwicklung im Klimawandel“ auseinandergesetzt. 

Künftige Baulanderweiterungsflächen und auch jene, die angedacht sind, sollen genau untersucht werden. Als Bewertungshilfe dient ein abgestimmter Klimacheck. Die potentiellen Flächen werden auf Eignung hinsichtlich Artenschutz, Oberflächen-/Hangwasser, Trinkwasserversorgung, Regenwassermanagement, geologischen Bedingungen, der Energieversorgung , des Wärmebedarfs der zukünftigen Gebäude und des Landschaftsschutzes geprüft, und eventuelles Gefährdungspotential abgeklärt. Die notwendigen Maßnahmen werden dann mit dem finanziellen Aufwand abgewogen und als machbar oder nicht machbar beurteilt.

Ziel der Untersuchung ist es also, dass Fachexperten einen groben Überblick geben, was bei einer möglichen Baulandwidmung zu beachten ist. Die Beurteilung wird durch ein Ampelsystem regionsweit vergleichbar gemacht.  Die Bewertung "grün" wird dokumentieren, dass keine Bedenken bei einer Widmung vorliegen, bei "orange" müssten gewisse Maßnahmen im Vorfeld einer Widmung umgesetzt werden, mit Hinweisen um welche Maßnahmen es sich handelt, und "rot" hieße, dass keine Widmung möglich ist, weil entweder die erforderlichen Maßnahmen wirtschaftlich/ökologisch nicht vertretbar oder keine Ausgleichsmaßnahmen umsetzbar sind. In der Folge können dann vertiefende Projekte gestartet werden.

Durch ein solches Verfahren soll auch eine höhere Akzeptanz bei der kommunalen Politik und der Bevölkerung geschaffen werden. Das Konzept des Klimachecks ist auch ein Versuch Behördengutachten gemeinsam anzugehen und zu vereinfachen.

 

Foto: v.l.n.r. Bgm. Franz Aschauer (Jaidhof), Bgm. Gerhard Wandl (Rastenfeld), Bgm. Andreas Pichler (Lichtenau), Bgm. Ludmilla Etzenberger (Gföhl), DI Margit Aufhauser Pinz (Raumplanerin), Nina Hubacek (Klar), Vzbgm. Sandra Warnung (Pölla), Viktoria Grünstäudl (Klar), DI Wolfgang Aujesky (Raumplaner), DI Andrea Linsbauer-Groiss (Raumpalnerin), Amtsleiter Ing. Thomas Bruhs (Krumau)

„Kleinregionen“ sind Plattformen, die rasche Abstimmung und Informationsaustausch zwischen Gemeinden und Land ermöglichen und mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag in der Regionalentwicklung leisten. Die NÖ.Regional serviciert Kleinregionen und berät sie bei jeglichen kleinregionalen Aufgabenstellungen. Gemeinsam suchen wir nach regionalen, passgenauen Lösungen.