13. Juli 2020

Bedarfsorientiertes Angebot für periphere Gemeinden schaffen, um so flexibel auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Bürgerinnen und Bürger reagieren zu können - das ist das Ziel eines Anrufsammeltaxis (AST). Um einen Teil des Waldviertels als Ergänzung und Zubringer zum öffentlichen Verkehr besser anzubinden, arbeiten 11 Gemeinden im Waldviertel an einem überregionalen Konzept. Am 30. Juni fand eine Exkursion der Bürgermeister zum Anrufsammeltaxi Steinfeld in Oberwaltersdorf und zum AST in Kottingbrunn statt. Organisiert wurde sie von Mobilitätsmanager Philip Laister von der NÖ.Regional.

11 Gemeinden im Waldviertel (Echsenbach, Schwarzenau, Pölla, Krumau am Kamp, Rastenfeld, Jaidhof, St.Leonhard, Gföhl, Lichtenau im Waldviertel, Weinzierl am Walde, Gars am Kamp) arbeiten seit 2018 an einem überregionalen Konzept eines gemeinsamen Anrufsammeltaxi (AST).

Am 30. Juni fand eine Exkursion der Bürgermeister zum Anrufsammeltaxi Steinfeld in Oberwaltersdorf und zum AST in Kottingbrunn statt. Der Organisator, Mobilitätsmanager Philip Laister, NÖ.Regional: „Diese Exkursion zu diesem speziellen Thema, dient nicht nur der Vermittlung, sondern ist für unsere Gemeinden wichtig zum Wissensgewinn und Erfahrungsaustausch mit anderen Gemeinden Niederösterreichs.“

Natascha Matoursek, Bürgermeisterin von Oberwaltersdorf gab Einblicke in ihre Erfahrungen: „Die schlechten Busverbindungen, ungenügende Frequenz ab 18:30 Uhr, Probleme am Wochenende und die Jugendförderung waren hier Gründe, warum wir uns zu einem Anrufsammeltaxi entschlossen haben. Das wichtigste ist, dass die Bürger das System verstehen.“ Der Bürgermeister der Marktgemeinde Kottingbrunn, Christian Macho, gab einen Überblick über das Mikro-ÖV System in seinem Heimatort. Anders als in Oberwalterdorf fungiert das AST in Kottingbrunn vor allem innerhalb der Gemeinde und als Anschluss für Pendlerinnen und Pendler zum Regionalbahnhof Leobersdorf.

„In ländlichen Regionen bedarf es alternativer Modelle, die abseits von Fahrplan, Haltestellen und Linienwegen, ohne räumliche und zeitliche Bindung agieren können“, gibt Mobilitätsmanager Philip Laister zu denken. Jede Situation ist individuell zu behandeln, wobei die Mobilitätsmanagerinnen und Mobilitätsmanager der NÖ.Regional den Gemeinden beratend zur Seite stehen.

 

„Mobilitätsmanagement“ ist ein Service der NÖ.Regional. Es unterstützt die Gemeinden in Niederösterreich in allen Fragen der regionalen Mobilität und ist ihr fachlicher Ansprechpartner vor Ort. Das Mobilitätsmanagement der NÖ.Regional wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at