08. Juni 2020

Mit der am 5. Juni 2020 in Kraft getretenen Aufhebung der Reisebeschränkungen seitens der Tschechischen Republik herrscht nun wieder uneingeschränkte Reisefreiheit zwischen den beiden Ländern. Die beiden Nachbar-Bürgermeister Helga Rosenmayer (Gmünd) und Jaromír Slíva (České Velenice) nutzten die Gelegenheit zu einer persönlichen Begegnung am Fußgängerübergang Gmünd-Bleyleben.

Bürgermeisterin Rosenmayer: "In den vergangenen zwei Monaten ist der Kontakt zwar auf persönlicher Ebene nicht möglich gewesen, dennoch waren wir stets daran interessiert, wie es den Nachbarn am jeweils anderen Ufer der Lainsitz geht." Seit 14. März waren die Grenzen zwischen Österreich und Tschechien geschlossen. Nachdem Österreich die Reisebeschränkungen am 4. Juni aufgehoben hat, hat nun auch Tschechien die Aufhebung um beinahe zwei Wochen vorgezogen. "Erstmals seit dem Fall des Eisernen Vorhanges gab es durch die Corona-Pandemie wieder eine strenge Trennung durch die Grenze. In den vergangenen Wochen haben wir alle gespürt, wie intensiv und auch selbstverständlich die Zusammenarbeit und die Kontakte in vielen Bereichen geworden sind", freut sich Bürgermeister Slíva bei der Zusammenkunft an der Grenze.

Die Fortsetzung der gemeinsamen Zusammenarbeit geht jedenfalls bereits in absehbarer Zeit in die weitere Umsetzung: Ab 15. Juni wird an der Errichtung des grenzüberschreitenden Gesundheitszentrums in unmittelbarer Nähe zum Fußgängergrenzübergang in der Bleyleben in Gmünd weitergearbeitet. Hier soll bis 2021 das erste grenzüberschreitende Gesundheitszentrums der Europäischen Union errichtet werden.

In den kommenden Monaten wollen sich die beiden Städte gemeinsam im Rahmen eines durch den Kleinprojektefonds der Europäischen Union unterstütztem Projekt Gedanken über die touristische Zusammenarbeit und die Vermarktung der regionalen Angebote auf beiden Seiten der Grenze machen. "Es wartet viel gemeinsame Arbeit auf uns, auf die wir uns sehr freuen", so die beiden Bürgermeister abschließend.

Das Projekt „Gmünd und České Velenice: Tourismus ohne Grenzen“ der Stadtgemeinden Gmünd und České Velenice wird im Rahmen des Projektes FMP/KPF AT-CZ 2014-2020 durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Programm „INTERREG V-A Rakousko-Česká republika“ gefördert und durch Eigenmittel der NÖ.Regional. GmbH. kofinanziert.

Die NÖ.Regional verwaltet im Auftrag der NÖ Landesregierung den NÖ Kleinprojektefonds, der people-to-people Aktivitäten zwischen Niederösterreich, Oberösterreich, Südböhmen, Vysocina und Südmähren fördert. Wir unterstützen durch Beratung bei Einreichung, Antragstellung und Abrechnung. Der Kleinprojektefonds ist ein Projekt im Rahmen des Programms Interreg V-A AT-CZ und wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.