NÖ.Regional - Die Kraft der Gemeinsamkeit

Hauptinhalt:

Aktuelle Newsbeiträge:

13. Februar 2020

Studenten der TU erarbeiteten im Zuge ihres Bachelorstudiums ein regionales Entwicklungskonzept für die vier Gemeinden Gerersdorf, St. Margarethen/Sierning, Prinzersdorf und Markersdorf-Haindorf, die zusammen die Kleinregion GeMaPriMa bilden.

Am 29. Jänner fand in Gerersdorf die Abschlusspräsentation der Projektarbeiten von mehr als 50 Studentinnen und Studenten statt, die in zehn Gruppen ein räumliches Entwicklungskonzept für die Kleinregion ausarbeiteten. Im Rahmen des Lehr-Projektes befassten sich die TeilnehmerInnen mit dem Raum in seinen geografischen, physischen und sozialen Dimensionen und erstellten ein Entwicklungskonzept für einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren. Mit großem Engagement der Studenten und hochqualifizierter fachlicher Unterstützung des Lehrpersonals der TU wurden Ideen ausgearbeitet, wie sich die junge Kleinregion in der Zukunft entwickeln könnte. Ausgehend von einer Analyse der Gegebenheiten wurden Entwicklungsszenarien und Visionen skizziert, die einen idealen Zustand der Kleinregion in der fernen Zukunft darstellen. Unterstützt wurde die Studentinnen und Studenten bei ihrer Datenerhebung durch die Gemeindeverwaltungen und GemeindepolitikerInnen aus den vier Kleinregionsgemeinden. Außerdem konnten sich die TU Studentinnen eine Woche vor Ort über die Besonderheiten der Region informieren und mit den im Bearbeitungsgebiet lebenden und wirtschaftenden Menschen austauschen.

Die Kleinregion GeMaPriMa ist vor allem geprägt durch das stetige Bevölkerungswachstum im Umfeld der Landeshauptstadt St. Pölten. Aufgrund der hohen Wohnattraktivität und guten Verkehrsanbindung steigt die Bevölkerungszahl in den einzelnen Gemeinden kontinuierlich. Andererseits befinden sich in der Kleinregion wertvollen Ackerböden, die zu den produktivsten von Österreich gehören und dessen Erhalt von großen öffentlichen Interesse ist.

Vor dem Hintergrund dieses Spannungsfeldes von Gemeindewachstum vs. Bodenversiegelung und Zuzug vs. Identität war es die Aufgabe der TeilnehmerInnen dieser Lehrveranstaltung, planerische Sollzustände zu entwickeln, die als Orientierung für zukunftsfähige und für die Region abgestimmte Entwicklungsschritte in den vier Gemeinden dienen. So wurden von den Studentinnen und Studenten auf Basis der Analyse ein Leitbild für die Kleinregion erstellt, welches mit einem Maßnahmenkatalog und konkreten Leitprojekten versehen war.  Die in diesem Lehrgang entwickelten Projekte überzeugten durch ihre Praktikabilität und innovative Lösungsansätze. Dabei wurden Antworten auf Themen wie zum Beispiel Baulandverdichtung, Biotopvernetzung, Gemeindekooperationen, Micro-Öffi-Angebote oder nachhaltige Bodennutzung gegeben. Die kreativen und dabei realitätsnahen Projektideen wurden von den vielen Anwesenden, darunter die vier Bürgermeister der Kleinregionsgemeinden, sehr gut aufgenommen und können als Ideenbasis für zukünftige Projekte in der Kleinregion genutzt werden. Der nächste Schritt in der Kleinregion GeMaPriMa ist die Erstellung eines Strategieplanes für die NÖ Landesregierung, in das die umfassenden Analyseergebnisse und der Maßnahmenkatalog der 10 Projektgruppen einfließen werden. Die Ergebnisse dieses TU Lehrganges können ab Ende Februar unter http://p2.iemar.tuwien.ac.at/p2_19_gemaprima/ angesehen werden.

„Kleinregionen“ sind Plattformen, die rasche Abstimmung und Informationsaustausch zwischen Gemeinden und Land ermöglichen und mit ihren Projekten einen wichtigen Beitrag in der Regionalentwicklung leisten. Die NÖ.Regional serviciert Kleinregionen und berät sie bei jeglichen kleinregionalen Aufgabenstellungen. Gemeinsam suchen wir nach regionalen, passgenauen Lösungen.

Seite weiterempfehlen:

Seite weiterempfehlen: